Wenn die Welt wieder einmal untergeht... wenn man dem Tod näher zu sein scheint als dem Leben...wenn die eigenen Gedanken die Kontrolle übernehmen und einen in einen nicht endend wollenden Teufelskreis befördern...dann entstehen teilweise Gedanken, tief aus dem verborgenen inneren, die unserem wahren Ich näher sind als dem was wir nach außen hin zeigen. Und dieses Wesen, das selbst uns manchmal fremd erscheint, neigt dazu diese Gedanken in Worte zu fassen und sich die bittere Last von der Seele zu reden. An diesem Platz hier kommen meine Gedanken dieser Art zusammen.

Verfasst am 11.02.2005

Auf der Suche nach Antworten...

Warum sind Menschen so falsch?
Warum haben wir kein Gespür dafür ob wir belogen, betrogen, hintergangen und ausgenutzt werden?
Warum haben Menschen mit einem ehrlichen Charakter weit weniger Chancen in dieser Welt, wie mir scheint, als Menschen die unehrlich sind und mit anderen wie Marionetten spielen?
Warum können wir die die wir lieben nicht vor diesen Menschen warnen und schützen?
Warum schaffen wir es nicht ihnen die Augen zu öffnen?
Und warum haben wir das Gefühl das egal was man tut man selbst immer derjenige ist der am Ende einen höheren Preis zu zahlen hat als der der es eigentlich verdient hätte?

Wir zerbrechen uns den Kopf über das Warum, Wesshalb, Wieso. Wir finden keine Lösung. Es dreht sich immer und immer wieder im Kreis. Wir können einfach nicht aufhören zu denken auch wenn wir wissen das wir nie eine Antwort finden werden. Bei anderen stoßen wir auf keinerlei Verständnis. Sie sagen uns wir sollen damit aufhören ständig darüber nach zu denken und verstehen nicht das wir es nicht können. Es verfolgt uns über den Tag bis hinein in unsere Träume und beginnt wieder von vorne wenn wir erwachen.

Unsere eigenen Gedanken lassen uns Teilweise fast wahnsinnig werden. Überall, in Musiktexten, in Gedichten, in den Worten treuer Freunde, finden wir wieder worüber wir uns den Kopf zerbrechen. Helfende Hände derer die uns so Nahe stehen, die wiederum uns helfen wollen, erscheinen so weit entfernt. Ein Tropfen auf dem heißen Stein. Letztendlich sind wir alleine.

Auf der Suche nach Verständnis...

Ist 'anders sein' etwas so abstoßendes? Wir lernen jemanden kennen. Wir erzählen ihm von unseren Oberflächlichen Eigenschaften. Wir reden mit ihm, telefonieren und treffen uns sogar mit ihm. Er sieht die Oberfläche eines tiefen Sees. Was darunter liegt kann er nicht erkennen. Und wir behalten es vorerst für uns. Wir schützen die glitzernden Steine die tief am Grund ruhen. Zeit vergeht...und die Zuneigung wächst. Man vertraut dem anderen persönliche Dinge an und scheint auf Verständnis zu stoßen. Doch immer noch ist man sehr nah an der Oberfläche des Sees und es geht immer noch tiefer. Es vergeht mehr Zeit...und bisher haben wir uns wirklich gut verstanden. Alles hat den Anschein als gäbe es hier eine tiefe Verbundenheit. Und...man öffnet sich dem anderen. Man legt ihm einen der glitzernden Steine in die Hand die man so gut gehütet hat. Man ist sich sicher das der andere weiß wie man damit umzugehen hat. Und dann...plötzlich...diese abwertenden Blicke. Diese plötzliche zurückhaltung. Der andere nimmt Abstand von uns. Wir spüren das er eine Grenze durchbrochen hat von der er eigentlich nichts wissen wollte. Aber warum? Macht uns das denn nun so viel schlechter? Steht nun ein anderer Mensch vor ihm? Wir haben immer noch die gleichen Eigenschaften, Probleme und Sorgen. Wir verstehen uns doch! Oder...nicht?

Überall wohin unsere Füße uns tragen passiert es uns immer wieder. Diese Enttäuschung niemanden zu finden der uns versteht. Niemand der bereit ist das einfach zu akzeptieren oder gar zu teilen. Wir ziehen uns zurück in unser enges Schneckenhaus. Wir behalten immer mehr für uns. Haben Angst jemals wieder jemandem etwas so wichtiges anzuvertrauen. Nun sind wir es die andere zurückweisen, aus Angst selbst abgewiesen zu werden. Und wieder versteht man uns nicht. Alleine träumen wir von dem was wir so gut hüten. Was wir immer tiefer in uns eingraben bis es für andere fast unerreichbar ist. Die Angst wächst. Und wir fühlen uns fehl am Platz auf dieser Welt.

Träumen von dem was nur Wunschdenken zu sein scheint...

Träumen scheint das einzige zu sein was man uns nicht nehmen kann. Tief in unserem innersten schaffen wir Welten zu denen nur wir Zutritt haben. Geschehen Dinge die andere abzuschrecken pflegen. Für uns sind sie normal. Und sie bedeuten Balsam für unsere vom Alltag dieser Welt geschundenen Seelen. Engelsflügel groß und voller Kraft tragen unsere grazillen Körper über die Meere und Landmaßen nie gesehener Welten. Pralle Muskeln führen scharfe Klingen und vernichten die Feinde auf unserem Weg durch ein neues Abenteuer. Manche von uns haben die Gabe und Geduld ihre Träume auf heimlich schriftliche oder bildliche Weise mit anderen zu teilen. Eine Gabe, sagen die einen, welch großes Talent und Phatansie. Doch wer kann schon wirklich sagen welcher Grund hinter dieser 'Gabe' und diesem 'Talent' steckt. Die wenigstens wagen es ihrem denken eigene Worte zu geben uns sie anderen zu verkünden. Wieder würden wie auf Ablehnung stoßen, die wenigsten würden uns verstehen. So behalten wir es doch lieber für uns und ziehen uns einmal mehr dahin zurück wo Personen leben die uns verstehen. Unsere Träume sollen frei sein...doch in dieser Welt scheint dies unmöglich. So träumen wir weiter im stillen und nur die wenigstens von uns finden jemanden mit dem sie diese Träume teilen können.

Auf der Suche nach einer verwandten Seele...

Wo finden wir den der uns so nimmt und versteht wie wir sind? Wie können wir uns denen gegenüber zu erkennen geben die so sind wie wir? Mit wem können wir gemeinsam unsere Flügel ausbreiten und scharfe Klingen schwingen ohne Angst haben zu müssen zurückgewiesen zu werden? Diese Welt bitet kaum Platz für freie Gedanken unserer Art. Und so bleiben viele von uns einsam.

To be continued...someday...maybe...

 

Das Copyright der Bilder liegt bei den jeweiligen Künstlern.

 

 

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