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Meine Final Fantasy 7 Story

 

Kapitel 1 - Einsicht
Kapitel 2 - Wiedergeburt
Kapitel 3 - Rückkehr
Kapitel 4 - Taten

 

Kapitel 1 - Einsicht

 

.... endlich war es soweit. Nun konnte Cloud mit seinem Erzfeind Sephiroth abrechnen. Viele Kämpfe hatten er und seine Kameraden überstanden. Sie hatten gelitten, sie hatten gekämpft. Sie hatten Freunde und geliebte verloren und neue Freunde und Hoffnung gewonnen. Doch nie würde es für Cloud eine Ende geben wenn er nicht ihn, Sephiroth, ein für alle mal aus seinem Leben und dem der anderen auslöschen würde. Hier, irgendwo im Nichts, standen sie sich gegenüber, beide erfüllt von dem Willen den anderen zu töten und selbst zu überleben. Sie starrten sich an.... Keiner bereit den ersten Angriff zu starten, die Schwerter fest in den Händen. Die Spannung die zwischen beiden lag war fast greifbar, immer fester schloß sich der Griff um die mächtigen Waffen. Äderchen traten unter der Haut hervor. Knochen spannten die Haut bis aufs äußerste und brachten sie fast zum zerreißen. Cloud schob seinen linken Fuss ein Stück nach vorne, seinen rechten leicht zur Seite um bei einem plötzlichen Angriff besseren Stand zu haben, leicht senkte er sein Schwert und blickte Sephiroth dabei unentwegt in seine Augen. Er visierte ihn an. Wenn Blicke töten könnten dann wäre keiner der beiden mehr am Leben. Würden Blicke Blitze sprühen würde hier ein Gewitter ohne gleichen toben. Sephiroth setzte ein verschmitztes lächeln auf. Er blickt Cloud an, er forderte ihn heraus und stachelte ihn an um ihn zum ersten Angriff zu bewegen. Doch Cloud hielt stand. Er würde sich nicht mehr von dieser Kreatur beeinflussen lassen. Er würde siegen, diesen Kampf gewinnen, die Welt retten und dann wieder mit seinen Freunden zusammen sein. Er würde endlich Zeit und Ruhe finden mit Tifa schöne Stunden zu verbringen. Er würde mit Nanaki, Barret, Vincent, Yuffie, Cid und auch Cait Sith feiern und sie würden diese Welt besser machen als sie vorher war. Eine Welt ohne Jenova, ohne den Shinra Konzern und.... ohne Sephiroth.
"Du nutzloser Klon bist wohl zu feige um anzugreifen," höhnte Sephiroth mit einem kalten lächeln auf den Lippen.
"Und du armer fehlgeleiteter Irrer weißt dir auch nicht besser zu helfen als große Sprüche zu klopfen, wo du doch genau weißt das du verlieren wirst," konterte Cloud und stachelte die Hitze des Gefechts damit noch an.
"Pah hahahahaha," lachte Sephiroth und warf den Kopf in den Nacken. Seine langes silbernes Haar wallte um seine Schultern als würde Wind hindurch brausen. Ein leises "grrrrrrrrrrr" war alles was Cloud noch über die Lippen brachte. Seine Augen verengten sich zu funkelnden Schlitzen, sein Haltung wurde noch angespannter. Starr und regungslos, die Atmung auf ein Minimum abgesenkt, sah er aus wie eine Statue.
"Du abscheuliches Wesen, ich werde dir zeigen wer der stärkere ist, ich werde dir beweisen das nicht ich sondern DU derjenige bist der hier nutzlos ist, ich werde dich vernichten und damit der Welt den Frieden bringen...." mit diesen Worten startete nun doch Cloud seinen ersten Angriff.
"Du armer Narr glaubst du könntest mich besiegen? Nur weil du und deine Freunde Jenova und ein paar Mutationen besiegt habt? Nur weil ihr es geschafft habt bis hierher vorzudringen? Doch deine Freunde sind nun nicht hier! Nur du und ich, alleine, im Nichts. Hier können dir deine Freunde nicht helfen und so werden sie auch nicht verhindern können das ich dich töten werde!"
Sephiroth sprang nach vorne. Beim landen ging er gekonnt in die Knie und zog sein Masamune steil nach oben. Cloud, der ebenfalls gesprungen war um seinem Gegner den Schädel zu spalten, ließ seine Klinge mit voller Kraft niedersausen und krachte mit einem ohrenbetäubenden klingen auf Sephiroths Schwert. Erst erzitterten nur die Klingen, dann wurden die Schwingungen immer stärker und übertrugen sich auf die Körper der Kämpfer. Es war wie bei einem Erdbeben das beide zu Boden fallen ließ. Sofort war Sephiroth wieder auf den Beinen. Da er schon in der Hocke gewesen war hatte er sich schnell nach hinten abrollen lassen und war dann sofort wieder aufgestanden. Cloud dagegen wurde regelrecht nach hinten geschleudert, und bevor er auch nur festen Boden unter sich hatte startete Sephiroth schon seinen nächsten Angriff.
"Stirb," schrie er und sein Blick war nun ebenfalls kalt und sein Gesicht unbewegt. Cloud schlug hart auf dem Boden auf, er war leicht benommen und es drehte sich alles ein wenig, Sein Schwert hatte er noch in der einen Hand, doch fühlte sich alles irgendwie Kraftlos an. Es kam ihm vor wie Zeitlupe. Er sah Sephiroth der schon wieder auf den Beinen war, Schweiß glänzte auf seinem nackten Oberkörper und das Haar bewegte sich im Rhythmus zu seinen Bewegungen. Er konnte erkennen wie Sephiroth sein Masamune fester packte und es auf seine rechte Seite zog. Er hatte seine Arme nach hinten verlagert, die lange scharfe Klinge ragte weit hinter Sephiroth hinaus, offensichtlich holte er zu einem mächtigen Angriff aus. Er stürmte auf Cloud zu und es schien ihm so als schrie er etwas doch er konnte es nicht verstehen.
"Ich muss mich verteidigen sonst ist das mein sicherer Tod," dachte sich Cloud im stillen. Er zog seinen Schwertarm heran und richtete sich auf die Knie. Irgend etwas schmerzte höllisch in seinem Bein..., er beachtete es nicht. So schnell er noch konnte zog er sein Schwert vor sich, legt nun auch die rechte Hand um den Schwertgriff und versuchte aufzustehen. Sephiroth war ihm nahe, das spürte er, dazu brauchte er nicht aufzusehen. Cloud nahm sein rechtes Bein nach vorne und stütze sich auf ihm ab. Das linke noch auf dem Knie merkte er nun doch intensiver den Schmerz. Er hatte sich bei der Landung wohl einen Knochen im Bein gebrochen und das war ein Problem. Er durfte es nur nicht Sephiroth wissen lassen! Er musste die Zähne zusammenbeißen. Er schloß kurz die Augen und dachte an seine Freunde. Er sah Barret, den mürrischen Avalanche Kämpfer der immer etwas zum meckern hatte und sich doch liebevoll um seine Tochter Marlene kümmerte. Er sah Nanaki, den wohl letzten seiner Art der unter Hojo gelitten hatte und der herausgefunden hatte das sein Vater doch kein Feigling war. Er sah Vincent, immer düster und in sich gekehrt und Yuffie die wohl das genaue Gegenteil und dazu noch eine Diebin war. Dann tauchte Cid auf, der endlich den Weltraum gesehen hatte und Cait Sith, eine Stoffpuppe mit der unbekannten Stimme und doch ein guter Freund. Schließlich sah er das Gesicht und die Gestalt von Tifa, seiner geliebten, sie lächelte ihm zu und schenkte ihm einen fliegenden Handkuss. Und bevor er die Augen wieder öffnete sah er Aeris. Das zarte junge und freundliche Gesicht von ihr, die sich für die Rettung der Welt geopfert hatte. Dieser letzte Gedanke und das Bild von Aeris gaben ihm Kraft aufzustehen. Er verlagerte sein ganzes Gewicht auf das heile rechte Bein und setzte das linke nur so leicht auf das es aussah als würde er fest stehen es aber nicht allzusehr weh tat. Als er aufblickte verlief die Zeit wieder normal. Sephiroth stürmte geradewegs auf ihn zu und zog grade siegessicher sein Schwert von unten herauf. Cloud tat einen vorsichtigen Schritt zurück, immer bemüht das Gesicht unter schmerzen nicht zu verziehen. Als Sephiroths Klinge heransauste schob Cloud grade rechtzeitig seine eigene dazwischen. Wieder gab es ein ohrenbetäubendes Krachen. Funken sprühten und die Schwerter blieben gekreuzt zwischen den Rivalen in der Luft stehen. Sephiroth hatte die Wucht seines Schlages kurz vor dem Aufprall abgeschwächt. Auch er wollte nicht riskieren davongeschleudert zu werden. Und so hatten die Schwerter die ganze Wucht aufgenommen und neutralisiert. Beide standen sich gegenüber, die Schwerter fest gekreuzt und funkelnden sich an. Doch Cloud spürte das er sich in dieser Stellung nicht lange halten konnte. Sein linkes Bein schmerzte schwach doch sein rechtes gab unter der ganzen aufkommenden Kraft und des Gewichtes langsam nach. Sephiroth beobachtete Cloud ganz genau und begann zu lächeln.
"Du hast dir doch nicht etwa bei deinem Sturz eben das Bein gebrochen oder etwa doch?" Sephiroth ließ einen kurzen Blick zum linken Bein wandern und dann blickte er wieder in Clouds leuchtend blaue Augen.
"Was würde wohl passieren wenn ich dir mit meinem Schwert einen kleinen Stoß nach vorne versetzen würde?" Sephiroth lächelte nun Böse und kaltherzig, Cloud dagegen blickte völlig ausdruckslos, er konzentrierte sich ganz auf sein Bein um nicht einfach umzufallen.
"Ich denke du warst von Anfang an zu siegessicher mein Freund," sagte er kalt "Du hattest nicht den Hauch einer Chance, das war nicht mal ein richtig guter Kampf. Ein Schlagabtausch und schon hat es dich erwischt. Simple Menschen sind eben doch nichts weiter als schwächliche kranke Kreaturen. Aber ein Klon, so wie du, ist nur ein Abfallprodukt!" Das war zuviel des guten. Seine ganzen restlichen Kräfte mobilisierend zog Cloud sein Schwert nach oben und löste sich somit von Sephiroth. Dieser tat einige verdutze Schritte zurück faste sich aber schnell wieder. Cloud nutze die Gunst der Überraschung und ging auf Sephiroth los. Das Schwert vor sich und bereit es in den blanken Körper seines Feindes zu bohren vergaß er die Schmerzen einfach und rannte los. Er wusste das dass sein Körper nicht lange aushalten würde. Wenn alle Kraft aufgebraucht war würde er, Schmerzen hin oder her, einfach vor Sephiroths Füssen zusammenbrechen, unfähig noch einmal aufzustehen. Deswegen musste er es jetzt zu Ende bringen oder sterben!
"Narr," sagte Sephiroth noch bevor er sich wieder ganz gefangen hatte " Ich habe noch viel zu viele Kraftreserven um mich jetzt noch von dir besiegen zu lassen. In deinem jämmerlichen Zustand wärst du nicht mal einem einfach Insekt ein würdiger Gegner. Gib lieber auf und stirb einen halbwegs ehrenvollen Tod durch mein Schwert."
"Niemals, werde ich mich dir ergeben, ich werde kämpfen, bis ich keine Kraft mehr habe, und solange ich noch stehen kann, werde ich diese Welt und meine Freunde vor dir beschützen," doch Cloud wusste selber das da keine Kraft mehr war und er wusste das er auch nicht mehr lange stehen würde. Nicht mehr weit, nur noch ein paar Schritte dachte er sich, dann war er direkt vor ihm und konnte seine Klinge in Sephiroths Körper stoßen. Er würde diesen Anblick genießen, er würde zusehen wie er starb und dann zurückkehren zu seinen Freunden. Doch Sephiroth war schneller! Noch bevor Cloud auch nur in Reichweite von ihm war streckte Sephiroth sein Schwert einfach nach vorne. Unfähig unter all dem Schmerz noch klar zu denken und zu reagieren rannte Cloud einfach weiter, direkt in Sephiroths Klinge. Es war wie ein kalter Wind der durch Clouds inneres strich. Ein kurzer Kalter Windhauch und dann schon wieder vorbei. Cloud ließ sein Schwert fallen. Sein Rechter Arm war vollkommen taub. Er konnte ihn nicht mehr bewegen geschweige denn sein Schwert damit halten. Er blickte zu seinem linkem Arm. Die lange Klinge steckte direkt in seiner Schulter, nein, sie hatte sie durchbohrt. Hinten trat die blutige Klinge wieder aus. Dann richtete er seinen Blick auf Sephiroth, dieser lächelte kalt, denn er wusste, er hatte gewonnen! Langsam drehte er seine Klinge in Clouds Schulter.
"Na, wie fühlt sich das jetzt an?"
"Arrrrrrrrrrghhhhhh," Cloud schrie unter Schmerzen auf, das war das einzige was er konnte. Er umfasste mit seiner linken Hand die Eiserne Klinge die seine Schulter durchbohrt hatte als wolle er halt an ihr finden und viel dann Kraftlos zu Boden. Seitlich lag er mehr als das er sass auf seinem rechten noch heilen Bein. Sephiroths Schwert hatte sich als wäre es durch Butter gefahren problemlos wieder aus der Schulter ziehen lassen. Das Schwert in der einen Hand und die andere in der Hüfte abgestützt blickte Sephiroth voller Genugtuung auf Cloud hinab. Dieser hatte seine rechte Hand auf die blutende Wunde in der linken Schulter gepresst. Sein Kopf war gesenkt so das Sephiroth nicht sehen konnte wie sein Gesicht vor Schmerzen verzerrt war.
"Bringen wir es zu Ende, es ist zwar ein wundervoller Anblick dich so leiden zu sehen doch ich muss noch einigen Aufgaben nach gehen. Zuerst werde ich dein Freunde auslöschen, denn ich will ja nicht riskieren das sie dich rächen wollen," sagte er so kalt das Cloud regelrecht unter diesen Worten fror "und dann werde ich wie geplant eins mit dieser Welt und dann mächtiger wie ein Gott sein HAHAHAHA." Sephiroth warf erneut den Kopf in den Nacken und lachte laut und schallend. Cloud wusste das es jetzt bald niemanden mehr geben würde der ihn aufhalten konnte. Aeris war tot und ohne Cloud seine Freunde und deren wissen würde Heilig niemals erstrahlen und den Kometen aufhalten können. Cloud war zum weinen zumute. Doch er konnte sich hier, obwohl alles vorbei war, nicht die Blöße geben und vor Sephiroth anfangen zu weinen. Doch all die Trauer und all die Erinnerungen waren stärker. Und so spürte Cloud erst nur den Kloß im Hals und dann wie seine Augen langsam aber sicher feucht wurden. Und ehe er sich versah rollte eine einzelne dicke Träne seine Wangen hinunter und tropft auf den Boden.
"Tränen.............," Sephiroth blickte wieder auf Cloud hinab. Sein Gesicht war nun unbewegt als würde er sich versuchen zu erinnern. Eine geraume Zeit verging dann schüttelte er denn Kopf als wolle er etwas loswerden und schließlich war sein Blick wieder kalt.
"Alles Schwachsinn, Trauer, Freundschaft und Liebe. Das braucht niemand. Es macht einen nur schwach und verletzlich. Das ist der Grund warum das Böse so stark ist und letztendlich siegen wird." Sephiroth straffte seinen Körper. Er umklammerte den Schwertgriff fester mit beiden Händen und holte zum finalen Schlag aus.
Als er grade sein mächtiges Schwert niedersausen lies um dem verletzten und völlig hilflosen Cloud den Rest zu geben blitzte es grellgrün auf und Sephiroths Schwert prallte an einer starken Barriere ab die Cloud plötzlich umgab!
"STOP," rief eine unbekannte Stimme. Sie hallte durch den ganzen Raum und schien von überall her zu kommen. Das einzige was man erkennen konnte war: diese Stimme war weiblich!
"Wie hast du das gemacht," fauchte Sephiroth Cloud hasserfüllt an, doch dieser beachtete ihn gar nicht. Cloud blickte verwundert in alle Richtungen. Mal nach links, dann nach rechts und schließlich auch nach oben. Doch weder er noch Sephiroth konnten jemanden entdecken. Sephiroth holte erneut zum Schlag aus, in einem weiten Bogen schwang er sein Schwert über seinen Kopf und mit voller Wucht nieder auf Cloud. Doch wieder prallte es am Schild ab. Cloud zuckte zusammen als es erneut grellgrün direkt über ihm aufleuchtete und die Klinge nur wenige Zentimeter von seinem Gesicht entfernt abprallte. Sephiroth wurde wütend. Im stieg Zornesröte ins Gesicht und immer und immer wieder holte er aus und schlug auf die Barriere ein, doch sie brach nicht. Viele kleine grüne Blitze zischten durch die Gegend und um Sephiroth rum, kleine grüne Rauchwolken schlängelten sich langsam um die lange Klinge. Doch die Barriere hielt. Es gab kein durchkommen, diese Barriere war eine der stärksten die Sephiroth jemals gesehen und erlebt hatte und noch dazu schütze sie Cloud davor von ihm getötet zu werden.
"Aufhören hab ich gesagt, lass ihn in Ruhe Sephiroth." Die Stimme hörte sich mächtig an fand Cloud, aber was noch komischer war, sie kam ihm bekannt vor!
"Wer ist da, wer schützt diesen Kerl, zeig dich," schrie Sephiroth in die leere. Doch immer noch war niemand zu sehen. Hatten sie es hier vielleicht wirklich mit einem Gott zu tun, beziehungsweise einer Göttin?
"Cloud, ist alles in Ordnung, kannst du noch etwas aushalten," die Stimme schien sehr besorgt zu sein um Cloud.
"Ja es geht schon, solange ich weiss das er mir nichts anhaben kann ist es erträglich denn dann weiss ich das es noch nicht zu Ende ist!" Cloud schloss kurz die Augen. Ihm war noch nicht ganz bewusst das er grade gerettet worden war. Kurz vor seinem sicheren Ende war jemand unbekanntes aufgetaucht und hatte ihn gerettet. Noch dazu kannte diese jenige wohl sowohl Sephiroth als auch ihn Cloud. Und Cloud könnte schwören das er diese Stimme kannte. Doch konnte er sich nicht richtig konzentrieren und so blieb alles in einem undeutlichen Nebel stecken. Cloud beobachtete die Umgebung. Seine Schulter tat noch sehr weh aber sie hatte aufgehört zu bluten. Sein linkes gebrochenes Bein lag leicht verdreht neben ihm, sein rechtes Bein war schon lange eingeschlafen so das er sich nun mit dem rechten Arm abstützen musste um nicht einfach umzufallen. Sephiroth stand einfach nur da. Sein rechter Arm hing locker an seiner Seite, in der Hand sein Schwert das auf den Boden aufgestützt war! Seine Gesicht lag in Falten. Er hatte die Stirn stark gerunzelt und blickte misstrauisch abwechselnd in alle Richtungen.
"Ich kenn dich............," sagt er plötzlich, "ich habe deine Stimme schon mal gehört. Nur weiss ich nicht mehr wo und zu wem sie gehört." Nichts, nur schweigen und stille folgten auf Sephiroths Worte. Auch Cloud hätte gerne gewissheit gehabt wer ihn da gerettet hatte. Doch diejenige wollte sich wohl nicht zeigen. Und was sollte dann werden? Sollte er ewig hier unter der Barriere sitzen mit Sephiroth direkt vor seiner Nase? Und würde die Barriere irgendwann brechen? Er wusste es nicht, er wusste nur eines, er wollte nicht sterben, nicht hier, nicht jetzt und nicht so.
"Na wie ist das, kurz vor dem Ende gerettet zu werden von einer unbekannten?" Sephiroth blickte ihn kalt an, Cloud wusste das er mehr als wütend war. Und Cloud war mehr als dankbar dafür das man ihn gerettet hatte auch wenn er nicht wusste wer es getan hatte.
"Ich bin dankbar dafür das es nicht zu Ende ist und das es für diese Welt noch Hoffnung gibt, mehr nicht."
"Jaja, die Hoffnung, ich würde sagen das war reines Glück. Mehr nicht, denn ansonsten wärst du jetzt Tod!"
Wieder trat stille ein. Und die Zeit schien stehenzubleiben. Hier im nichts zu sitzen und zu warten, seinen Feind direkt vor Augen und machtlos. Es hätten Sekunden sein können aber auch Jahre die in diesem Raum verstrichen waren. Cloud spürte die Schmerzen in Bein und Arm schon nicht mehr, sein Blick war nun auf Sephiroth gerichtet der abwesend zur Seite blickte. Offenbar wartete er darauf das sich jemand zeigte. Jemand den er unweigerlich angreifen und vernichten könnte um die schützende Barriere um Cloud zu zerstören und ihn zu töten.
"Hört auf euch so anzugiften," ertönte die Stimme von neuem, diesmal energischer.
"Zeig dich endlich," rief Sephiroth und ballte wütende die Fäuste.
"Geduld, Geduld...," sagte die Stimme und Ruhe durchflutete wieder den Raum. Cloud blickte auf den schwarzen Boden. Wo waren sie hier eigentlich? Waren sie hier im inneren des Planeten? Nein, das konnte nicht sein, da waren sie schon gewesen und dort sah es ganz anders aus. War dies eine andere Art von Bewussteins Ebene? War dies vielleicht das Bewusstsein von Sephiroth oder gar von dem Planeten selbst? Oder war dies vielleicht ein Teil vom Lebensstrom? Jedenfalls war er hier her gekommen. Sephiroth hatte gelacht, nach Clouds Sieg über seine Mutanten hatte er nur dieses schallende lachen in seinem Kopf gehört und ist ihm gefolgt. Er ist geflogen, zumindest hatte es so ausgesehen, er hatte sich ganz leicht und behütet gefühlt, und als er die Augen geöffnet hatte, hatte er in Sephiroths grinsendes Gesicht geblickt. Er hatte ihn gesehen wie er dastand, mit nacktem Oberkörper, dem Schwert in der Hand und seine Augen direkt auf die seinen gerichtet und er hatte nichts besseres zu tun als zu grinsen. Cloud musste feststellen das er nicht wusste wo er hier war. Es war alles nur schwarz und es schien keinen Anfang und keine Ende zugeben, aber dennoch hatten sie festen Boden unter den Füssen, soviel war sicher!
"Du bist im Überall und dem Nirgendwo Cloud," das war die bekannte Stimme der Frau die ihn gerettet hatte, "du bist im Bewusstsein der Geister und Seelen. Wo alles gleich und doch verschieden ist. Wo etwas beginnt und gleichzeitig endet. Wo alles möglich ist und du doch von Grenzen umgeben bist. Hier kannst du leben oder sterben. Hier kannst du bleiben oder gehen. Hier findet der Kampf der Seelen statt!" Kampf der Seelen? Was hatte das zu bedeuten? Waren damit er und Sephiroth gemeint? Er und Sephiroth, hier in diesem fremden Bewusstsein, die kämpften weil sie Erzfeinde waren? Cloud wusste es nicht. Cloud wusste gar nichts mehr, in ihm war alles leer. Er wollte nur noch zurück, zurück zu seinen Freunden und Tifa.... Er wollte sich ausruhen mit dem Wissen das die Welt gerettet war! Und dann sein Leben leben. Er dachte an Aeris, die er so gemocht hatte. Sephiroth hatte sie ihm weg genommen. Er hatte sie einfach umgebracht weil sie eine Gefahr für ihn war. Und trotzdem war sie mit einem lächeln auf den Lippen gestorben. Cloud wollte aufstehen und ihren Tod rächen. Er wollte sich für all das rächen was Sephiroth ihnen angetan hatte. Doch er konnte es nicht er war hilflos. Cloud schaute nach oben, zumindest dachte er das dort oben war, und betete stumm zum Planeten und zu Aeris das sie ihm doch helfen mögen damit er Sephiroth vernichten könnte.
"Ich helfe dir doch Cloud!" Cloud richtete sich ruckartig auf, ein bissen zu ruckartig, denn sofort meldeten sich Arm und Bein gleichzeitig wieder und jagten im einen Schmerzwelle durch den ganzen Körper.
"Schhhhhzzzzz," war alles was er hervorwürgte. Dann blickte er sich verwirrt um und dachte an die Worte eben. Sie half ihm doch? Kannte er sie? Cloud dachte nach. Er versuchte sich genau an die Stimme zu erinnern. Er wusste das er diese Stimme kannte, doch woher?
"Ihr scheint euch ja auch zu kennen," sagte Sephiroth stumpf. Auch er schien noch zu überlegen wer die geheimnisvolle Stimme war! Plötzlich blickte Cloud auf. Ganz langsam hob er den Kopf. Sephiroth beobachtete ihn gespannt. Er konnte sehen das Clouds Augen noch heller leuchteten als sie es für gewöhnlich schon taten. Und sein Gesicht war gezeichnet von entsetzen! Doch, wie es Sephiroth selbst feststellen musste, es war kein negatives Entsetzen. Es war positiv. Cloud war gezeichnet von so starkem erstaunen das es Sephiroth fast erschreckte.
"Was hast du," fragte Sephiroth besorgter als es klingen sollte.
"Kann das sein, kann das wirklich war sein oder ist es nur Zufall und Einbildung?"
"Nein Cloud, es ist die Realität. Es ist keine Einbildung, es ist alles so wie es ein soll!" Cloud schüttelte den Kopf als wolle er einen hartnäckigen Traum nach einer schlaflosen Nacht abschütteln. Doch als er wieder aufblickte stand Sephiroth immer noch vor ihm und blickte ihn verwundert an. Nein, es war wirklich alles Realität. Die Stimme, der Raum, das Bewusstsein und dann war diese Stimme....
"Aeris?" Sephiroth riss bei dieser Frage die Augen auf als wollten sie aus seinen Höhlen springen. Doch er sagte nichts und die Frage blieb wie dicker Nebel im Raum hängen.
"Ja Cloud, ich bin es, ich bin hier um dich zu retten und um die Einsicht zu bringen." Cloud standen Tränen in den blauen Augen. Er konnte es einfach nicht glauben doch es war Wirklichkeit. Aeris war hier, sie hatte ihn gerettet. Ihre Kraft im Lebensstrom hatte ihn vor Sephiroth beschützt. Nun schloss sich der Kreis. Sephiroth hatte Aeris getötet, unfair und aus dem Hinterhalt und dafür rettete Aeris nun Cloud um ihm die Möglichkeit zu geben doch alles noch zu retten. Cloud sah mit durch Tränen verschwommenem Blick zu Sephiroth. Dieser stand stocksteif da. In seinem Gesicht stand das blanke entsetzen geschrieben. Seine türkisfarbenen Augen stand weit offen. Während der linke Arm einfach nur grade herunterhing, hatte sich der rechte verkrampft und die Hand klammerte sich so stark um den Schwertgriff das die Knochen weiss unter der Haut hervortraten. Cloud bemerkte es, man konnte es nicht übersehen. Der sonst so Willensstarke und übermütige Sephiroth hatte Angst! Er zitterte nicht den er hatte offensichtlich einen Schock. Er hatte Aeris getötet und das wusste er, er wollte ihr damit die Kraft rauben Heilig zu aktivieren und damit den Planeten zu retten. Doch, offensichtlich lebte sie weiter. Als ruhelose Seele einer verstorbenen Cetra, der letzten Cetra überhaupt! Sie war Teil des Lebensstromes, oder auch nicht, jedenfalls schien sie noch ihren eigenen Willen zu haben. Und sie schien durchaus noch fähig zu sein zu handeln! Was mochte Sephiroth jetzt wohl denken? Ob er wohl grade daran dachte zu sterben? Immerhin hatte Aeris allen Grund dazu ihm auch den Tod zu wünschen, und bestimmt war sie in der Lage ihm den Tod zu bringen. Doch Cloud war sich sicher, trotz all der Rache und Hass Gefühle gegen Sephiroth, Aeris würde ihm weder den Tod wünschen noch ihm den Tod bringen. Sie war ein zu herzensguter und Weltverbundener Mensch als das sie dies tun würde. Nein, Aeris würde ihn leben lassen, und höchstens darauf aufpassen das er keinen weiteren Unsinn anstellte, ihn Notfalls einsperren, aber töten, nein! Plötzlich regte sich Sephiroth, er ging ein paar stockende Schritte rückwärts und hätte beinahe sein Schwert fallen gelassen. Nun, da er wieder zu sich gefunden hatte, kam auch das Angstvolle zittern das bisher ausgeblieben war. Cloud schaute nach vorne, dorthin wo seiner Meinung nach auch Sephiroths Blick ruhte. Er schaute um zu sehen was ihn so erschreckt hatte, so sehr das er sogar zurückwich. Cloud riss die Augen auf. Was er sah lies auch seinen Atem stocken. Er stützte sich instinktiv besser mit seinem rechten noch heilen Arm ab und verlagerte sein Gewicht besser. Der Schmerz war wieder verschwunden. Und nun konnte er in Ruhe dem ungewöhnlichen treiben vor ihm zuschauen. Er hätte sowieso nicht entkommen können, immerhin war die Barriere immer noch um ihn. Diese hinderte zwar Sephiroth daran ihn zu erreichen aber sie hinderte auch Cloud daran aus ihr zu entkommen. Vor ihm, ein wenig entfernt mitten im schwarzen Raum begann der Boden grünlich zu glühen. Erst war es ganz schwach, kaum zu erkennen. Doch allmählich wurde es immer stärker und intensiver. Verschiedene Farbtöne, die sich zwischen weiss und grün bewegten, mischten sich und schwammen wieder auseinander. Es war wie eine kleine Nebelschwade die direkt und flach über dem Boden lag. Es waberte und bewegte sich aber weder wurde die Fläche kleiner noch wurde sie größer. Sie blieb immer gleich und es schien erst als würde nicht mehr passieren doch kaum hatte Cloud nur daran nur gedacht geschah auch schon wieder etwas vor ihm im dunkeln. Aus der kleinen, grünen, flachen Nebelscheibe züngelten kleine, dünne Fäden hervor. Erst konnte Cloud nichts damit Anfangen, als ihn das leuchten stark an ein leuchten aus einem früheren Ereignis erinnerte. Die kleinen schwachen Fäden züngelten sich frei und in verschlungenen Bewegungen in die Höhe und nahmen dabei an Stärke und Leuchtkraft zu. Übereinander und untereinander durch, Kreuz und Quer schossen sie durch die Luft doch schafften sie es sich dabei nicht zu verknoten. Auch diese Fäden waren von dem gleichen Farbton wie der Nebel aus dem sie kamen. Cloud spürte plötzlich unendliche Wärme in seinem Körper. Als er an sich herunter blickte sah er das sein ganzer Körper ebenfalls in einem sanften grün schimmerte. Er war voller Frieden, und blickte mit einem sanften lächeln auf den Lippen zu Sephiroth auf. Und voller Verwunderung stellte er fest das auch dieser in einem sanften grün schimmerte. Sephiroth war noch immer angespannt, seine starken Muskeln waren straf gespannt, seine Hände und seine Gliedmaßen verkrampft, doch in seinen Augen konnte man erkennen das eine stärkere Macht dabei war ihn zu bezwingen. Langsam lösten sich die Verspannungen. Erst lockerten sich seine Hände, soweit bis sein Schwert einfach aus der Hand viel, dann lockerten sich Muskeln in Armen und Beinen, die Schulter sanken entspannt nach unten und die Falten verschwanden aus seinem Gesicht. Langsam gingen die Augen auf Halbmast und man konnte sagen das Sephiroth sehr entspannt und geradezu friedlich aussah. Plötzlich viel er mit einem Bein auf die Knie. Das andere stand gebeugt auf dem Boden. Schließlich viel er einfach nach hinten und so blieb er da sitzen. Ein Bein stand angewinkelt vor ihm, das andere lag auf dem Boden. Seine Arme hatte er nach hinten gestreckt und stütze sich mit ihnen ab. Als das grüne Licht von ihm schwand schien auch sein Verstand wiederzukehren. Er blickte sich leicht verwirrt und verwundert um, blieb aber sitzen. Er blickte kurz zu Cloud hinüber und ihre Blicke begegneten sich. Cloud lächelte immer noch, eigentlich wollte er gar nicht lächeln, zumindest nicht zu Sephiroth, aber er konnte einfach nicht anders, denn von ihm hatte das Licht noch nicht abgelassen. Plötzlich riss Sephiroth erneut die Augen auf, doch dabei ruhten seine Augen immer noch auf Cloud. Zitternd hob er eine Hand und deutete auf Clouds Schulter.
*Cloud, deine Schulter...," war alles was er sagte. Cloud folgte seinem Finger und blickte auf seine linke Schulter. Wo zuvor noch eine Blutverkrustete Wunde gewesen war die schmerzte und wohl schwer verheilt wäre war jetzt nichts weiter als ein zerfetztes und blurdurchtränktes Stück Stoff. Cloud hob die rechte Hand und fühlte die Stelle ab. Er schaute durch das Loch im Hemd hindurch und sah nichts weiter als heile Haut, nichts war zu sehen von einem Loch oder gar einer Narbe. Da war nichts als glatte Haut und schon bemerkte er die nächste Veränderung. Er konnte auf seinen Beinen sitzen. Vorsichtig zog er sein linkes Bein an den Körper. Er tastete es ab, bewegte es erst langsam dann schneller doch es tat nicht im geringsten weh. Auch der Bruch war verheilt. Cloud ging vorsichtig in die Hocke. Er musste sich ducken um nicht an die Barriere zu stossen, und tatsächlich, sein Bein war heile und er konnte es wieder problemlos belasten. Cloud setzte sich wieder hin in einen bequemen Schneidersitz und blickte wieder zurück zu Sephiroth.
"Es ist vollkommen verheilt," teilte Cloud Sephiroth mit.
"Wie ist das möglich?"
"Ich weiss es nicht, es liegt wohl an Aeris....," er lies diese Tatsache im Raum stehen und blickte wieder zu dem grünen leuchten. Sephiroth tat es ihm gleich. Die grünen Lichtfäden waren noch weiter in die Höhe gestiegen, auch schienen sie dicker geworden zu sein und ihr Geflecht hatte sich verdichtet. Immer Höher stieg es, immer dichter wurde das Netz aus grünen, dicken und dünnen Fäden. Schließlich war das Netz so dicht das Cloud die einzelnen Fäden nicht mehr unterscheiden konnte und es aussah als würde dort eine riesige, schmale, grün leuchtende Säule aus Licht stehen. Cloud hatte so eine Vorahnung was passieren würde, doch, um es Sephiroth nicht noch schwerer zu machen, behielt er seine Gedanken für sich. Sephiroth hatte im Moment ein wenig Frieden gefunden, obwohl das bei einem Mann wie ihm kaum vorstellbar war. Sephiroth saß auf dem Boden und starrte die Lichtsäule regelrecht an, aber dennoch war er entspannt was man an seinem Gesicht und der Haltung wie er saß ansah. Auch Cloud hatte momentan seinen Frieden gefunden. Eigentlich wollte er Sephiroth hassen, er wollte ihn töten und leiden sehen, doch er konnte es nicht. Ganz im Gegenteil, in diesem Moment tat im Sephiroth leid, denn Aeris war hier und mit ihr Erinnerungen an die Vergangenheit, eine schreckliche Vergangenheit. Und Cloud war sich sicher das auch Sephiroth Schuldgefühle kannte, aber auch wusste was Angst ist. Den Angst hatte er, Angst vor Aeris, Angst vor einer Bestrafung für seine Taten. Cloud blickte Sephiroth an und studierte sein Gesicht, es war entspannt und unbewegt aber in seinen Augen konnte man erkennen das er Angst hatte.
"Spürst du sie auch," fragte Cloud Sephiroth vorsichtig um das schweigen zu brechen.
"Ja, sie ist uns ganz nahe." Ja, das stimmte wohl, auch Cloud spürte Aeris Nähe so intensiv wie selten zuvor.
"Sephiroth, du brauchst keine Angst zu haben. Ich werde dir nichts tun und dich auch nicht bestrafen!" Sephiroth und Cloud blickten gleichzeitig in die Richtung aus der ihrer Meinung nach die Stimme gekommen war. Ihr Blick viel direkt auf die Hohe Lichtsäule die nun aufgehört hatte zu wachsen. Soweit Cloud das einschätzen konnte war die Säule gute 2m hoch. Was ihren Umfang betraf konnte er es nicht sagen. Von seinem Blickpunkt aus betrachtet hätte diese Säule sowohl flach wie ein Blatt Papier als auch so dick und Rund wie ein Baumstamm sein können. Eine Weile lang stand diese Säule einfach nur da, nur die Farben der Säule bewegten sich. Sie flossen ineinander, mischten sich und an anderen Stellen trennten sie sich wieder. Doch plötzlich kam wieder Bewegung in das Gebilde, die ganze Säule schien sich zu verformen. Sie wabberte und wankte und die Farben tobten wild durcheinander. Immer schneller drehten und vermischten sich die Farben, immer heftiger wankte die Säule und schließlich war vor ihnen nur noch grelles weißes Licht zu sehen. Cloud konnte die Säule nicht mehr sehen, da war nur noch Licht. Es wurde immer heller und Cloud schirmte die Augen dagegen ab. Der Lichtkreis wurde immer größer. Das Licht schien sich von einem Zentralen Punkt aus immer weiter auszudehnen. Schließlich hatte es Cloud erreicht, wie eine Wand aus Licht schob es sich unaufhaltsam nach vorne und hüllte die Barriere und Cloud in dem weißen Licht ein. Cloud bedeckte die Augen vollständig mit seinen Händen um an dem grellen Licht nicht zu erblinden. Nun hatte das Licht auch Sephiroth erreicht. Obwohl er Angst hatte und wohl am liebsten davon gerannt wäre, wollte ein anderer, viel stärkerer Teil, das er sitzen blieb. Also starrte Sephiroth noch ein Zeitlang gebannt auf die immer Näherkommende Lichtwand bis auch er schließlich seine Augen mit den Händen bedeckte und fast Ängstlich den Kopf senkte. Nun waren sie beide eingehüllt von diesem unbekannten Licht. Es dehnte sich wohl noch weiter aus, den weder Cloud noch Sephiroth stellten eine Veränderung fest. Cloud wollte die Hände wegnehmen, er wollte feststellen ob man im Zentrum der Lichtwand sehen konnte. Aber er wagte es nicht und so wartete er. Sie beide warteten, auf was auch immer! Dann kam es ganz plötzlich. Sowohl Sephiroth als auch Cloud konnten es spüren. Ein heftiger Ruck, wie bei einer Druckwelle, schoss durch den Raum und hätte Cloud beinahe umgeworfen. Die Hände fest auf die Augen gepresste drehte Cloud seinen Kopf vorsichtig in alle Richtungen. Er hätte schwören können das vor ihm irgendwo ein Lichtquelle war die noch intensiver strahlte als der Rest. Und ja, da war die Stelle. Cloud hatte sein Gesicht auf diesen Punkt gerichtet und er meinte durch die Finger hindurch erkennen zu können das dass Licht vor ihm pulsierte. Es sah aus als würde dort vorne etwas riesiges, lebendiges stehen. Eine weitere Druckwelle folgte. Sie war noch stärker als die erste und sie schien sich direkt auf das pulsierende Licht zuzubewegen. Die Druckwelle ließ Cloud nach vorne kippen. Schnell kauerte er sich zusammen den die Hände musste er auf den Augen behalten. Und dann konnte er es noch deutlich spüren wie vorher. Das Licht, das sich bis jetzt nur ausgedehnt hatte zog sich wieder zurück. Aber nicht so langsam wie es das vorher getan hatte, nein, es schoss nun direkt wieder zurück. Das war auch der Grund für die Druckwellen. Doch die Druckwelle die mit der Lichtwand kommen würde, würde sie wohl alle überrollen.
"Sephiroth...," schrie Cloud so laut er konnte. Er sah ihn nicht und wusste nicht ob er immer noch sass.
"Ich bin hier Cloud, mir geht es gut." Doch Cloud hörte aus seiner Stimme heraus das er Angst hatte. Und diese Angst würde ihn an Ort und Stelle festhalten. Er würde einfach dasitzen und die Welle nicht mal spüren die da auf ihn zukam, und das würde sein Verhängnis sein.
"Sephiroth, duck dich, mach dich so klein du kannst, spürst du die herannahende Welle denn nicht?" Cloud wartete und lauschte auf eine Antwort von Sephiroth, er wollte sicher sein das er ihn gehört hatte, doch zu spät, die Welle war da. Es ging alles viel zu schnell. Cloud konnte so gut wie nichts wahrnehmen. Es passierte einfach und war auch sofort wieder vorbei. Die Welle schoss über sie hinweg. Cloud fühlte sich als würde eine riesige Walze über seinen ganzen Körper fahren und versuchen in platt zu machen. Cloud befürchtete das all seine Knochen brechen würden. Denn der Druck war so groß das er der Meinung war zerplatzen zu müssen. Alle seine inneren Organe schienen zerquetscht zu werden. Überall war brennender und stechender Schmerz. Mal kam er vom Kopf, dann wieder aus den Beinen oder seiner Magengegend. In diesem einem Moment, in dieser stillen Sekunde, meinte Cloud doch noch sterben zu müssen. Er wollte nur das die Qualen aufhörten. Und dann war es wieder vorbei. Es war wieder dunkler um ihn rum, der Schmerz war weg und auch die Knochen schienen noch alle heile zu sein. Er nahm die Hände von den Augen und öffnete diese. Das Licht schoss auf den pulsierenden Punkt zu. Immer mehr verdichtete sich die geballte Energie des Lichtes und floss unaufhaltsam in den Mittelpunkt der Säule zurück. Und dann explodierte das ganze Gebilde. Licht schoss in alle Richtungen. Cloud warf schützende den Kopf zu Seite als eine Woge aus Licht wie ein Sturm an ihm vorbeiraste. Der Lichtwind erzeugte Reibung auf Clouds Haut und er spürte wie es auf seiner linken Wange immer heisser wurde. Doch nach einer kurzen Sekunde wechselte es wieder schlagartig. Aus dem heissen Wind wurde ein eiskalter, der nicht nur Clouds Wange wieder kühlte sondern fast einfror. Doch wie die Druckwelle zuvor, war auch der eisige Wind fast sofort wieder verschwunden. Cloud öffnete wieder einmal die Augen und blickte sich um. Ein kalter eisiger Stich auf der Stirn lies ihn zusammenzucken. Er faste nach oben und pflückte kleine gefrorene Schweissperlen davon ab. Er ließ sie zu Boden fallen und blickte dorthin wo vorher Sephiroth gesessen hatte. Cloud schrak auf und seine Augen weiteten sich. Sephiroth sass nicht mehr, er lag auf dem Boden. Und so wie es aussah war er bewusstlos, vielleicht sogar tot. Das lange silberne Haar lag wirr über seinem Gesicht und dem Boden und seine arme waren weit nach vorne ausgestreckt. Er sah aus als hätte ihn etwas nach vorne geschleudert. Und so war es wahrscheinlich auch gewesen. Sephiroth hatte sich nicht geduckt. Er war sitzen geblieben und die Welle hatte ihn mit voller Kraft an Rücken und Kopf getroffen und in ihn nach vorne geworfen. Vorsichtig faste Cloud nach oben um zu prüfen ob die Barriere noch vorhanden war. Doch seine Hände stießen auf keinen Widerstand. Die Lichtwand hatte die Barriere wohl zerstört. Und so richtete sich Cloud auf und ging auf Sephiroth zu. Als er ihn erreicht hatte kniete er vor ihm nieder und packte ihn an den Schultern. Vorsichtig zog er ihn nach oben und hob ihn auf. Sephiroth war ungewöhnlich leicht. Cloud schob seine Arme unter die Achseln von Sephiroth und hebelte ihn auf die Füsse. Doch da Sephiroth sich nicht regte legte er ihn vorsichtig wieder auf den Boden. Nun lag er da, in seiner vollen Länge und schien nicht wieder zu Bewusstsein zu kommen. Cloud kniete sich neben Sephiroth und richtete seinen Oberkörper wieder auf und lehnte ihn an sein linkes Bein an. Mit der Hand stütze er den Kopf.
"Sephiroth, komm wieder zu dir, es ist vorbei." Das dachte Cloud zumindest und tätschelte vorsichtig Sephiroths Wange um ihn aufzuwecken. Doch nichts tat sich. Cloud blickte Sephiroth ins Gesicht. Seine Augen waren geschlossen und das Gesicht entspannt, er sah aus als würde er friedlich schlafen. Cloud legte die Hand auf Sephiroths Brust um zu spüren ob der Herzschlag ausgesetzt hatte. Lange spürte Cloud nichts, und ihn befiel die Ahnung das er vielleicht wirklich tot war. Doch dann, ganz schwach, spürte er den Herzschlag. Doch so wie es aussah war er nicht besonders Stark, und Cloud war der Meinung das er dringend Heilung benötigte oder er würde es nicht mehr lange überleben. Cloud hatte keinerlei Substanz oder Items dabei mit denen er Sephiroth hätte helfen können. Obwohl Sephiroth sein Feind war und er eigentlich glücklich sein sollte wenn er starb war er verzweifelt das er ihm nicht helfen konnte. Cloud blickte sich um, gab es hier den keinen Ausgang? Vielleicht, wenn er einen finden würde, könnte er Sephiroth so schnell es ging hier raus befördern. Tifa und die anderen trugen jede menge Substanz und Items bei sich, damit würde er ihm sicher helfen können. Doch dazu musste er hier raus. Sephiroth hatte ihn hier her geholt, und sicher war auch nur er in der Lage ihn wieder zurückzubringen, wie also sollet Cloud den Ausgang finden wenn er nicht einmal wusste wie er hier her gekommen war. Cloud blickte auf Sephiroths Gesicht und fragte sich warum er überhaupt daran dachte ihm helfen zu wollen. Der Friede in ihm schwankt. Es war als würde eine gewaltige Wassermacht gegen einen Damm brechen und versuchen ihn zu zerstören. Die Welle war die Wut und der Hass und der Damm war der Frieden. Wer würde scheitern? Cloud war hin und her gerissen. Einerseits war dies sein Feind, er hatte gemordet und die Welt fast zerstört aber andererseits war er doch nur Wahnsinnig geworden weil er erfahren hatte das er Teil abscheulicher Experimente gewesen war, vielleicht konnte man ihn bekehren und heilen und seinen Geist zur Ruhe bringen. Und es gab noch etwas was Cloud dazu bewegte ihn retten zu wollen, Cloud war ein Klon, er hatte keine echte Familie oder Verwandtschaft, und ob er jemals richtige Freunde gehabt hatte konnte er immer noch nicht sagen, aber eines wusste er, er war ein Sephiroth-Klon und das bedeutete, das Sephiroth sein Bruder war! Und das bedeutete das Cloud doch einen Verwandten hatte! Und diesen einzigen Verwandten, ja, Vorbild so vieler Jahre, und einzige Person mit der er eine Art Vergangenheit besaß, sollte er sterben lassen, um damit wirklich und endgültig ganz allein zu sein. Sicher, nun hatte er Freunde, und er hatte Tifa, er war also nicht alleine, würde sie zumindest sagen, aber sie würden ihm nicht diese Erinnerungen geben können die er mit Sephiroth hatte. Er hätte niemanden mehr mit dem er sich austauschen konnte, und somit, war er auf eine bestimmte Art und Weise eben doch ganz alleine! Die Welle schmetterte mit aller Kraft gegen den Damm, ihre Wassermassen schossen daran hoch und spritzen leicht darüber hinweg, doch letztendlich zerbrach sie und der Damm hielt!!! Cloud konnte nun die heissen Tränen spüren die über sein Gesicht flossen. Sie vereinten sich an seinem Kinn und tropften auf Sephiroths Brust.
"Einsicht, ist der erste Weg zur Heilung," sprach die mittlerweile bekannte Stimme von Aeris. Doch diesmal klang sie räumlicher und Näher. Cloud hob langsam seinen Kopf und wandte seinen Blick von Sephiroth ab und richtete ihn in die Höhe, dorthin wo er vermeinte die Stimme gehört zu haben. Cloud versetzte es einen Schlag mitten ins Herz. Schnell schoss seine Hand nach hinten um sich abzustützen. Der andere Arm krampfte sich um Sephiroths Schulter! Vor ihm, keine 2 Meter entfernt, stand, nun wieder in der vollkommenen Dunkelheit, Aeris!
Ja, sie war es, in Fleisch und Blut, oder doch nur ein Geist? Cloud wusste es nicht und ihm war es egal, wichtig war nur das sie hier war nun auch sichtbar für sie, und, vielleicht konnte sie Sephiroth helfen.
"ich würde gerne aufstehen und dich begrüssen, doch die Umstände, wie du siehst, erfordern das ich bei ihm bleibe, ich hoffe du verstehst das?" Cloud blickte Aeris tief in die Augen, er versuchte Regungen wie Trauer oder Enttäuschung zu entdecken, aber sie lächelte ihn nur an.
"Natürlich versteh ich das, und für Begrüßungen ist später auch noch Zeit, doch jetzt, sollten wir uns erst einmal um Sephiroth kümmern!"
"Du willst ihm helfen?" Cloud war sichtlich erstaunt darüber.
"Aber sicher, nur aus diesem Grund bin ich hier, naja, es gibt auch noch andere Gründe, aber dieser hier hat Vorrang."
"Aber, er hat dir so viel Leid zugefügt, und nicht nur dir, aber dich hat er getötet, auf dem Altar der Cetra, in der Heimatstadt deines Volkes, hasst du ihn nicht dafür, verspürst du nicht den Drang in sterben zu lassen?"
Aeris schüttelte den Kopf und lächelte ihn an:
"Nein, in seinem Herzen mag momentan der Zorn und tiefe verbitterte Trauer herrschen, aber im Grunde ist er ein, wenn auch eigenwilliger, guter Mensch! Er hat es nicht verdient zu sterben sondern einen Neuanfang zu starten!" Cloud blickte Aeris voller Verwunderung an, sie hatte ihn nie gehasst. Das wusste er jetzt. Aeris hatte Sephiroth in dem Moment vergeben als er ihr das Schwert durch den Bauch bohrte. Alle anderen waren entsetzt gewesen, alle hatte lodernde Wut gepackt, doch sie hatte ihm verziehen. Cloud hätte das nie gekonnt.
"Du warst es, stimmt's? Du hast den Frieden in uns beiden ausgebreitet um uns am kämpfen zu hindern und uns zum nachdenken zu bewegen." Aeris nickte.
"Ja, es war der einzige Weg um Euch klar zu machen das das kämpfen keinen Sinn hat. Und das ihr einander Vergeben solltet. Sicher wird es auch jetzt noch Probleme geben, besonders was den Rest der Gruppe, aber vor allem den Rest der Welt angeht, aber mit der Zeit wird sich alles richten, ich weiss es!"
Aeris kniete sich neben Cloud und vor Sephiroth und legte ihre Hände auf seine Brust.
"Sein Herzschlag ist schwach und seine Atmung sehr flach, es hat ihn schwer getroffen aber er lebt, und das heisst ich kann ihm helfen!" Dort, wo Aeris' Hände lagen, breitete sich ein grünes leuchten aus. Es war das gleiche leuchten wie das der Lichtsäule die noch vor wenigen Augenblicken im Raum gestanden hatte. Und es war das gleiche leuchten wie Lebensstrom es ausstrahlte. Das leuchten verteilte sich sehr schnell auf Sephiroths ganzem Oberkörper, es wanderte seinen Hals hinauf und überflutete sein Gesicht. Auch seine Beine waren nun eingehüllt in dem heilenden grün.
"Ein paar seiner Knochen sind angebrochen und die Splitter gefährden verschiedene Innenorgane. Ich muss sie zusammenfügen. Er hat auch leichte innere Blutungen die ich stoppen und behandeln muss."
Cloud fragte sich wie sie dies alles sehen und behandeln konnte ohne seinen Brustkorb zu öffnen. Aber Aeris war schon immer etwas besonderes gewesen! Sekunden vergingen, dann waren es Minuten, vielleicht waren es auch schon Stunden als sich Sephiroth, der immer noch in Clouds Armen lag, aufbäumte, seinen Mund aufriß und tief Luft holte. Cloud strahlte übers ganze Gesicht als er sah wie Farbe und Leben in Sephiroths Körper zurückkehrten. Sephiroth hatte tief eingeatmet, doch Cloud atmete lang und laut aus.
"Sein Körper ist geheilt, jedoch ist er immer noch sehr sehr schwach, er braucht viel schlaf und Ruhe und jemanden der sich um ihn kümmert, und zwar freiwillig!" Aeris blickte Cloud bei diesen Worten ernsthaft an! Cloud wusste das momentan nur er derjenige war der sich um Sephiroth kümmern konnte da alle anderen sich wohl vorerst von ihm abwenden würden.
"Ich verstehe, ich werde ihn nach Nibelheim in die Villa bringen, sie steht leer und ich glaube aufgrund der Geschichten die um sie schwanken will dort auch niemand freiwillig wohnen. Vielleicht hilft Tifa mir sie ein bissen Häuslicher einzurichten. Dann kann ich ihn dort pflegen bis er wieder auf den Beinen ist."
"Ich glaube ich brauche dies nicht zu erwähnen, aber, ich denke es ist besser wen Sephiroth keinen Zugang zu der Bibliothek und dem Labor erhält. Verschließe es. Und da auch niemand mehr den Sargraum benötigt verschließe auch ihn und reiße dann die Treppe zum Keller ab. Ich denke es ist auch besser wenn du dort unten nicht mehr rumstöberst!" Cloud war ein wenig verwundert darüber das er gleich die ganze Treppe abreißen sollte, doch wenn er so darüber nachdachte war es wohl wirklich für alle das beste wenn nie mehr jemand dort unten hin gelangen konnte. Sonst würde vielleicht wieder das gleiche passieren wie damals und Sephiroth würde ausrasten, das wollte er verhindern!!!
"Aeris, meinst du wir können seine Seele heilen?"
"Ich weiss es nicht Cloud, ich kenne ihn nicht so gut um das beurteilen zu können, vielleicht ist er auch ein hoffnungsloser Fall und vielleicht müssen wir ihn eines Tages doch noch unschädlich machen. Aber auf einen Versuch kommt es an!" Cloud blickte auf Sephiroth, der atmete zwar hatte aber noch nicht die Augen geöffnet. Eine Strähne seines langen Haares hing ihm ins Gesicht. Cloud hob Vorsichtig die Hand, langsam führte er sie zu seinem Sephiroths Gesicht und strich sie fast liebevoll zu Seite. Als Cloud die Hand von Sephiroths Gesicht entfernte und ihn prüfend ansah öffnete dieser schlagartig seine Augen und starrte Cloud an. Es war wie ein stummes Gespräch. Cloud fragte sich ob auch in Sephiroth noch der Frieden herrschte der ihn zuvor befallen hatte. Oder war mit der Heilung auch diese lindernde Macht verschwunden, war er nun wieder der alte? Sephiroths Augen starrten Cloud an, es waren harte Gefühlslose Augen, und Cloud beschlich die Ahnung das er wieder seinen Feind in den Armen hielt. Doch dann, ganz langsam aber stetig wurde der Blick weicher, die Lider sanken leicht herab und die Pupillen weiteten sich. Sephiroth neigte den Kopf zur Seite, schloss die Augen und legte die Hand an die Stirn, Aeris, hatte er offenbar noch nicht bemerkt.
"Wo bin ich," fragte er mit schwacher Stimme. Cloud blickte Aeris fragend an, den auch er wusste nicht wo sie hier waren.
"Wir sind im Bewusstsein des Planeten," antwortete Aeris an Clouds Stelle. Sofort richtete sich Sephiroth ruckartig auf und starrte sie an. Es vergingen nur Sekunden, doch diese Zeit reichte, Sephiroths Haut wurde eiskalt. Cloud, der immer noch eine Hand auf dessen Schulter hatte konnte, es spüren. Gleich danach bekam er Schweißausbrüche die in kleinen Bächen über seinen Körper flossen. Schließlich begann er zu zittern, so stark, das er kaum noch Kraft hatte aufrecht zu sitzen und sogleich war Cloud da um ihn wieder zu stützen. Einen kurzen Augenblick wendete Sephiroth den Kopf und sah Cloud staunend an dann richtete er seine Blicke wieder auf Aeris. Doch diese lächelte ihn nur an, sagte aber kein Wort.
"Du brauchst vor ihr keine Angst zu haben, sie hat dich geheilt und wird dich am Leben lassen. Sie hegt keine Rachegefühle in ihrem Herzen!" Cloud blickte Sephiroth an, doch dieser starrte unverwandt auf Aeris.
"Wo kommst du her, bist du ein Geist?" Das wollte Cloud auch gerne wissen, hatte sich aber nicht getraut zu fragen, doch nun hatte Sephiroth es einfach ausgesprochen. Jetzt, brauchten sie nur noch auf die Antwort zu warten.
"Nein, ich bin kein Geist und auch keine verlorene Seele. Ich bin aus Fleisch und Blut, so wie du!"
"Aber, ich habe dich getötet, ich weiss es genau. Damals, auf dem Altar, mit dem Schwert durch deinen Bauch, das Blut, und dein Leichnam den Cloud im Wasser beerdigte, Heilig, das aus deinen Haaren ins Wasser viel. Das kann doch alles unmöglich Einbildung gewesen sein...." Auch Cloud war verwirrt, war dies ein besonderer Ort an dem alles was bereits gestorben war auf einer anderen Ebene existierte?
"Ja, du hast mich einmal getötet, und mein Leichnam lag auch eine Zeit lang auf dem Grund des Sees. Doch nun habe ich eine neue Aufgabe. Euch die Einsicht zu bringen!"