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Meine Final Fantasy 7 Story

 

Kapitel 1 - Einsicht
Kapitel 2 - Wiedergeburt

Kapitel 3 - Rückkehr
Kapitel 4 - Taten

 

Kapitel 2 - Wiedergeburt

 

Einsicht? Schön und gut, aber das erklärte nicht warum sie wieder lebendig war.
"Aeris, ich will nicht unhöflich erscheinen, aber ich verstehe das nicht so ganz. Warum sollst du uns die Einsicht bringen? Aber, was viel wichtiger ist, wie und warum bist du wieder lebendig geworden?" Cloud blickte sie an, er war sich nicht sicher, aber er hätte schwören können das er diesen typischen, flehenden Hundeblick aufgelegt hatte. Sephiroth hatte sich nun wieder beruhigt. Doch total ausgelaugt und unfähig klar über alles nachzudenken, hatte er sich wieder an Cloud gelehnt und die Augen geschlossen, das er aber wach war und weiterhin zuhörte wussten sowohl Aeris als auch Cloud.
"Du bist ganz und gar nicht unhöflich mein lieber Cloud, die Frage ist nur berechtigt und ich werde sie dir auch gerne beantworten." Aeris setzte sich nun ebenfalls auf den Boden. Erst blickte sie prüfend auf Cloud dann wandte sie ihren Blick dem Boden zu und legte eine Handfläche auf diesen. Sie schloss die Augen, konzentrierte sich und sang ein Lied in einer Sprache die Cloud nicht verstand. Und auf einmal breitete sich von dort aus wo Aeris' Hand lag, grünes, frisches, saftiges Gras aus, es schoss ihn alle Richtungen und bald saßen sie auf einer Wiese die so groß war das Cloud ihr Ende nicht erkennen konnte. Über ihm war ein strahlend blauer Himmel, nur hier und da konnte er einzelne, kleine Wattewölkchen erkennen. Die Sonne schien zu scheinen doch es war weder warm noch kalt, auch konnte Cloud keinen Wind spüren, es war immer noch toten Still. Aber, trotz allem, das Gras war weich, sehr weich, und es lud ein eine Runde auf ihm zu schlafen. Doch das ging nicht. Aeris musste ihm nun erklären was passiert war und Sephiroth konnte sich weiter ausruhen.
"Nun, es ist eine längere Geschichte, aber ich denke sie ist es wert erzählt zu werden, alles begann so...." Aeris blickte hinauf in den Himmel und ihr Blick wurde trüb und abwesend als würde sie in die Vergangenheit blicken.
"Nachdem Sephiroth mich getötet hatte, und du Cloud meinen Leichnam zu Wasser gelassen hattest wurde meine Seele, wie alle anderen auch, ein Teil vom Lebensstrom. Ich konnte mich in ihm frei bewegen, durfte hin wandern wohin ich wollte, nur eines durfte ich nicht, den Lebensstrom verlassen. Doch das war nicht nötig, das Netzt des Lebensstromes war so dicht und weit über den Planeten verteilt das ich damit wirklich fast jeden Ort erreichen konnte an den ich hinwollte, und das in Sekundenschnelle. So war natürlich mein erster Gedanke Euch zu folgen. Ich brauchte nicht lange zu suchen, was der Lebensstrom weiss das weiss auch ich, was er sieht das sehe auch ich, und das was er hört, das höre auch ich. So wusste ich sofort wo ihr wart und was geschehen war und sogleich war ich bei Euch. Ich folgte euch, wo auch immer ihr hingegangen seit und war bei jedem Kampf an Eurer Seite. Schließlich wart ihr auf den Weg in den Krater. Dort unten war auch heilig, versiegelt, aber es war da. Ich hatte dafür gebetet, noch war es nicht stark genug, doch ich war mir sicher das ihr mir helfen konntet. Nicht lange und ihr hattet den Kern erreicht. Jenova war schnell besiegt und so saht ihr Euch Sephiroth selbst gegenüber der in seinem Wahnsinn glaubte über Heilig herrschen zu können." Cloud spürte wie Sephiroth bei diesen Worten zusammenzuckte, immerhin war genau das nur wenige Stunden her.
"Doch ihr habt an mich, Heilig und das Gebet geglaubt. Und so wart ihr in der Lage Sephiroth bekämpfen zu können. Ihr wart sehr stark und ausdauernd. Und ich wäre gerne bis zum Schluss an Eurer Seite geblieben, doch plötzlich rief mich eine Stimme. Ich folgte ihr, sie war nicht weit entfernt, und bald schon sah ich ein intensives grünweißes leuchten. Als ich bei ihm war konnte ich erkennen das es Heilig war. Es strahlte in seiner ganzen Pacht, erfühlt von Eurem glauben hatte es seine alte Stärke wieder gefunden und sobald Sephiroth besiegt war hatte es die Macht hier auszubrechen und dem Planeten zu helfen. Als Teil des Lebensstromes hat man keine Augen und keinen Körper, man sieht einfach so und bewegt sich auch ohne zu laufen, doch als ich vor Heilig trat, da hatte ich einen Körper, er war transparent, aber ich konnte fühlen das es mein Körper war. *Aeris, letzte der Cetra, ich habe eine Aufgabe für dich. Nein, ich und der Planet haben eine Aufgabe für dich.* Ich war sehr erstaunt und fragte mich was ich denn noch tun könne als einsame Seele. *Aeris, der Planet benötigt Heilung, und die verwirrten Menschen brauchen Führung. Sie müssen wieder lernen wie man mit dem Planeten richtig umgeht und du musst darauf achten das die Wunden des Planeten nicht vergrössert werden. Die Cetra haben die Macht, auch in kleiner Zahl, den Planeten zu beschützen und dafür zu Sorgen das seine Wunden heilen.* *Aber, ich bin doch tot, es existieren keine Cetra mehr, wie soll ich dem Planeten helfen?* *Die Cetra werden Wiedergeboren Aeris! Du wirst die erste sein, und einige wenige werden dir folgen. Den Cetra ist von Natur aus ein langes Leben bestimmt! Der Planet und ich werden dir Kinder zuweisen. Junge unausgebildete Cetra. Und deine Aufgabe ist es sie groß zu ziehen! Wenn sie älter werden, werden es genügend sein um eine Neue Cetra Generation aufzubauen und die Cetra wieder aufleben zu lassen!* Bei diesen Worten wurde mir heiss und kalt. Ich alleine sollte eine Schar Cetrakinder aufziehen, mich um den Planeten kümmern und die Menschen lehren wieder richtig mit dem Planeten umzugehen? Das schien mir zu viel auf einmal. *Warum ich, warum nicht ein anderer, bereits verstorbener aber viel Weiserer Cetra?* *Es gibt einige gute Gründe dafür. Erstens: Dein Körper ist noch vorhanden. Der Planet kann ihn wieder aufarbeiten und muss ihn nur noch wieder mit deiner Seele verbinden! Zweitens: Du bist die einzige die mit den Menschen und der Technik dieser Zeit schon Erfahrung hat, du wirst dich am leichtesten mit all dem auseinandersetzen können. Drittens: Du hast gute Freunde die wissen wer und was du bist und dich trotzdem achten und akzeptieren. Sie können dir bei deiner Aufgabe helfen so wie du ihnen helfen kannst. Und Viertens und letztens: Du bist die jüngste und hast daher noch am meisten Zeit dem Planeten zu helfen!* Die Worte schraubten sich langsam in meinen Kopf, oder zumindest in das was mein Kopf sein sollte. Ich verstand was Heilig meinte, doch trotzdem war die Aufgabe noch sehr gross und schwer zu bewältigen. Doch dann dachte ich an Euch, wie ihr für das wohl des Planeten in den Kampf gezogen seit ohne zu zögern." Cloud lächelte verlegen, er konnte sich noch daran Erinnern das er nicht SOFORT in den Kampf gezogen ist. War er doch am Anfang nur auf Geld aus und der Planet im scheiss egal, hatten Barret und einige Überzeugende Ereignisse ihn doch letztendlich zum kämpfen bewegt.
"Und nun wart ihr wieder am Kämpfen in der wohl grössten Schlacht Eures Lebens, ihr würdet für den Planeten sterben wenn es sein musste, und ich stand hier und zögerte. Doch nun war mir klar das ich ebenfalls eine Aufgabe hatte, und Freunde die mir bei dieser Aufgabe helfen würden. *ich verstehe* sagte ich leise und nickte kurz. *Gut, dann mach dich bereit wieder mit deinem Körper vereint zu werden...* Dann war es wieder still, und das leuchten verschwand. Ich kehrte zu Euch zurück doch ihr hattet Sephiroth schon besiegt. Ihr saht sehr erschöpft aus und am liebsten hätte ich meine Hand ausgestreckt und Euch allen Eure Kräfte zurück gegeben. Doch noch war mir dies nicht möglich. Grade als ihr diesen schrecklichen Ort verlassen wolltet hörte ich eine Stimme die direkt vom Planeten zu kommen schien, aber es war nicht der Planet sondern Sephiroth der sich in seinem Bewusstsein eingenistet hatte und nun nach Cloud rief. Sofort folgte ich dem rufen und bemerkte das auch Cloud davon mitgerissen wurde. Ich sah ihn wie er an mir vorbeischoss direkt auf die Quelle der Stimme zu. Als ich ankam, standet ihr euch schon gegenüber mit Hasserfüllten Blicken. Wieder hörte ich Heilig rufen *Aeris, sie werden kämpfen, und einer von beiden wird sterben, du musst dies verhindern. Als neue Aufgabe den Planeten zu beschützen gebe ich dir nun die Macht einzugreifen sollte es zum Äussersten kommen. Verhindere unbedingt das einer der beiden stirbt, sie müssen beide Leben! Wir sind noch nicht ganz fertig mit der Wiederaufbereitung deines Körpers, also halte durch* Wieder war die Stimme verschwunden, doch ich spürte die neue Kraft in mir und wusste genau welche Möglichkeiten mir offenstanden. Während ich dem wilden Treiben von Euch beiden zusah bildete sich diese Lichtsäule im Raum. Das war Energie vom Lebensstrom, pure kraftvolle Energie. Und in dieser Säule befand sich mein Körper, ich spürte es. Und, es befand sich die Macht darin meinen Körper wieder mit meiner Seele zu vereinigen. Doch solange mein Körper nicht bereit war musste ich auf Euch aufpassen. Schließlich kam es zum entscheidenden Schlag von Sephiroth gegen Cloud, ich wusste das dies der Moment war in dem ich eingreifen musste und sofort beschützte ich Cloud mit einem starken Schild. Nicht einmal Mastersubstanz hätte die Macht gehabt so einen Schild aufzubauen und zu halten. Der Planet riet mir Eure Herzen zu beruhigen und Euch den Frieden zu bringen Ausserdem sollte ich ab und zu Euch zu erkennen geben das ich da war um Euch abzulenken. Was sonst noch passiert ist, wisst ihr ja selber." Aeris senkte erschöpft vom erzählen den Kopf.
"Deshalb bin ich wieder hier. Ich werde das Volk der Cetra auferstehen lassen, werde die Menschen lehren wieder richtig mit dem Planeten umzugehen. Werde des Planeten Wunden bewachen und umsorgen, und, ich werde euch die Einsicht bringen! Zumindest werde ich es versuchen..!" Cloud blickte Aeris an die nun wieder blasser und noch erschöpfter aussah.
"Du musst dich auch ausruhen nicht war?"
"Ich habe zwar meinen Körper wieder, aber auch dieser ist noch nicht vollständig wieder strapazierfähig. Ein paar Tage Ruhe und viel Schlaf werden auch meine Kräfte zurückkehren lassen. Bis dahin bin ich auf ein wenig Mithilfe des Planeten angewiesen." Sephiroth regte sich leicht. Cloud blickte auf ihn hinab und stellte fest das er wieder seine Augen geöffnet hatte. Cloud versuchte sich vorzustellen was Sephiroth in diesem Moment dachte doch in diesen türkisfarbenen Augen war nichts zu erkennen. Sie waren vollkommen Ausdruckslos, Sephiroth konnte seine Gefühle sehr gut verbergen was wirklich in ihm vorging hatte bis heute nie jemand verstanden. Aeris schaute ebenfalls zu Sephiroth rüber, ihre Blicke begegneten sich und Sephiroths Blick wurde abweisend.
"Du erwartest sicher von mir das ich mich dafür bedanke das du mir das Leben gerettet hast..." Cloud zuckte innerlich zusammen. Er hatte gehofft das zumindest die erste Barriere überwunden war doch aus Sephiroths Stimme war nur Kälte und Verachtung herauszuhören.
"Nein," sagte Aeris "Ich erwarte gar nichts von dir, dich zu retten war meine Aufgabe." Cloud zuckte wieder zusammen. Diese Worte hatten sich angehört als ob Aeris dies nur getan hatte weil es der Planet wollte, aber nicht sie!
"Vielleicht wollte ich ja sterben... vielleicht habe ich ja gewusst das die Welle mir den Tod bringen würde, vielleicht habe ich mich deswegen nicht zu Boden geworfen als Cloud mich gewarnt hat! Warum konntest du mich nicht einfach sterben lassen..." Cloud fühlte einen Stich in seiner Brust. Als er Sephiroth gesehen hatte, wie er so dasass, hätte er schwören können das auch ihn der Friede erreicht hatte. Dieser weiche friedliche Blick.... doch es war alles nur Täuschung gewesen. Sephiroth hatte mitgespielt um sie alle zu täuschen und dann den Tod zu erwarten. Aber, warum duldete er dann Clouds Nähe, warum versuchte er nicht zu gehen, er war doch sonst immer so ein Sturkopf. Sephiroth blickte zu Cloud auf.
"Glaube ja nicht das ich erfreut darüber bin hier so zu liegen, wäre ich bei Kräften würde ich gehen, doch ich weiss selber das ich zu schwach bin auch nur einen Schritt zu tun." Es war wie eine Welle aus Feuer die durch Clouds gesamten Körper schoss, er war sehr enttäuscht, aber nicht über Sephiroth sonder von sich selbst, das er so töricht gewesen war zu glauben man könnte Sephiroths Herz erreichen und es vom Wahnsinn heilen.
"Aeris, könntest du, ich meine, wäre es möglich wenn du und der Planet....." doch er konnte nicht mehr sagen. Ein Kloß in seinem Hals erstickte alle Worte, doch so wie es aussah hatte Aeris ihn auch so verstanden.
"Ja Cloud, das kann ich tun." Aeris legte ihre zarte Hand auf das weiche Gras. Ein kleiner Fluss grünen Lichtes strömte von ihr aus zu einer Stelle knapp neben Sephiroth. Dort wurde aus dem kleinen Fluss ein kleiner grüner See. Und aus diesem See entsprang sogleich ein Stein. Es war ein großer, fester Stein. Und seine Form erinnerte leicht an eine Sessellehne. Cloud richtete sich auf, packte Sephiroth und zog ihn zu dem Stein rüber und lehnte ihn dagegen. Er schaute ihn dabei nicht an und als er zu Aeris ging um sich neben ihr niederzulassen wagte er es nicht auch nur einen Blick an Sephiroth zu verschwenden. Denn er wusste, würde er ihn ansehen würde es ihm leid tun das er ihn da so einfach hingelegt hatte. Sephiroths Nähe hatte gut getan, ihn halten zu können und ihm das Gefühl von Geborgenheit zu geben. Doch Cloud wusste nun das Sephiroth dies alles nicht empfunden hatte, er hatte es nur geduldet weil er zu schwach war, und das tat Cloud weh, er wollte nicht das er so empfand. Die Gefühle kamen viel zu schnell. Noch vor wenigen Stunden hatte er ihn gehasst und hätte alles dafür getan das er aus seinem Leben für immer verschwand und nun wünschte er sich nichts sehnlicher als das Gegenteil. Doch was nützte es ihm wenn Sephiroth lebte er aber von nichts und niemandem etwas wissen wollte, ja, wenn man sogar davon ausgehen konnte das er wieder versuchen würde Herr über diese Welt zu werden. Cloud war hin und her gerissen. Sicher, es würde Wege geben Sephiroth daran zu hindern wieder etwas böses zu tun. Aeris hatte die Macht dazu. Doch Cloud würde sich bei all dem nicht wohl fühlen. Zu wissen das Sephiroth eingesperrt war wie eine Laborratte in einem Käfig, daran gehindert sich frei zu bewegen, das würde er nicht ertragen. Und doch wusste Cloud das es nötig war falls sie es nicht schafften Sephiroth zu heilen.
"Cloud, denke nicht zu viel darüber nach, es ist zu wenig Zeit vergangen. Lass ihn Ruhen und seine Wunden ausheilen. Die Zeit wird zeigen ob wir wieder gegen ihn vorgehen müssen." Cloud nickte schwach und setzte sich direkt neben Aeris in das weiche Gras, er blickte hoch zu den Wolken die sich nicht bewegten. Es war ein merkwürdiges Gefühl Aeris Nähe wieder zu spüren, neben ihr zu sitzen, und alte Erinnerungen wurden wach. Erinnerungen an Blumen und eine Alte Kirche. An ein wunderschönes Haus das so gar nicht in diese Gegend passte. Cloud nahm instinktiv Aeris' Hand und lächelte sie fast verlegen an.
"Es tut sehr gut zu wissen das du wieder da bist, wir haben dich sehr vermisst!"
"Ja, ich weiss, aber nun bin ich wieder hier, und ich hoffe ihr werdet mich unterstützen."
"Ich würde nicht mal im Traum daran denken dich alleine zu lassen mit dieser Aufgabe, und auch Tifa und Nanaki werden sich freuen dir helfen zu dürfen. Barret wird bestimmt nach Corel gehen und dort seine Tochter Marlene aufziehen wollen. Cid wird dir bestimmt die Highwind zeigen wollen, und nach dem er Shera gesagt hat das es ihm gut geht wird auch er uns bestimmt unterstützen. Was Vincent angeht kann ich nicht sagen. Er hat niemanden mehr, vielleicht wird er sich uns auch anschließen. Yuffie wird bestimmt wieder nach Wutai gehen, sie muss eben doch noch viel lernen. Und was Cait Sith angeht, kann ich es nicht beurteilen."
"Solange einer für mich da ist bin ich glücklich, und die andern sollen ja auch noch ein Leben führen."
"Ich werde ganz sicher für dich da sein!"
"Aber wir dürfen Sephiroth nicht vergessen, auch er benötigt unsere Hilfe!" Aeris blickte zu ihm rüber. Er hatte sich lässig an den Stein gelegt und blickte sie nicht an. Wo er hinschaute und was er dachte konnte man nicht sagen, aber er schien sich nichts daraus zu machen das man ihm helfen wollte.
"Ach Aeris, ich bin so froh das du wieder da bist." Cloud packte Aeris und drückte sie fest an sich. Er wollte spüren das sie wirklich da war und nicht nur Einbildung.
"Vorsicht, sonst erdrückst du mich noch." Doch Cloud lockerte seinen Griff nur wenig. Er spürte Aeris' Körper an seinem, fühlte ihren Herzschlag und ihre Körperwärme. Er konnte ihren warmen Atem in seinem Nacken spüren und ihre kleinen aber kräftigen Hände auf seinem Rücken. Ihr weiches nach Blumen duftendes Haar kitzelte seine Wange und nun wusste Cloud das sie lebendiger war wie nie zuvor. Er hätte ewig so sitzen bleiben können mit Aeris in den Armen, doch er wusste das sie von hier weg mussten. Langsam löste er sich von ihr und schaute sie an.
"Kannst du uns hier raus bringen?"
"Aber natürlich kann ich das, warte einen Augenblick..." Cloud hörte wie Gras raschelte und nahm eine Bewegung im Augenwinkel war. Er drehte den Kopf und sah das Sephiroth sich aufgesetzt hatte und zu ihnen rüberstarrte.
"Mich könnt ihr hier lassen, ich benötige Eure Hilfe nicht." Cloud blickte ihn nun doch an, er konnte nicht anders, es war wie ein Zwang. Er beobachtete ihn genau. Sephiroth sass im Schneidersitz da, seine Haltung war aufrecht wie die eines Königs der über alle anderen erhaben war. Auf seinem nackten Oberkörper war keine Narbe zu sehen, kein Kratzer oder sonstige Verletzungen. Sein langes, silbernes Haar sah aus als wäre es gekämmt und es glänzte im künstlichen Licht dieses Raumes. Hätte Cloud nicht gewusst das Sephiroth so schwach war wie ein kleines, krankes Kind, man hätte schwören können der Mann sei Kern gesund.
"Nichts da," sagte Aeris, "du wirst mitkommen, und Cloud wird dich gesund pflegen!" Bei diesen Worten starrte Sephiroth fast entsetzt auf Cloud.
"Warum gerade er? Warum kann ich nicht selbst für meine Gesundheit sorgen?"
"Weil du erstens genau weißt das du dazu nicht in der Lage bist und zweitens weil sich niemand anderes freiwillig in deine Nähe begeben wird. Du solltest dankbar sein das er diese Aufgabe gerne und freiwillig übernimmt!" Freiwillig? Das war zwar richtig, aber mittlerweile hatte auch Cloud bei der ganzen Sache ein ungutes Gefühl.
"Pah, ich pfeife auf seine Hilfe. Ich komme alleine klar."
"Ja sicher, der große Sephiroth schafft ja eh alles im Alleingang, er brauch keine Hilfe."
"Ja genau, ich brauche von nichts und niemandem Hilfe. Und wenn ich sterbe dann ist es eben so." Aeris hob gebieterisch die Hand und aus ihrem Zeigefinger flogen kleine weiße Sterne in verschlungenen Linien auf Sephiroth zu. Als sie ihn erreichten umkreisten sie geschwind seinen Körper und als sie sich wieder auflösten war Sephiroth eingeschlafen.
"Warum hast du das gemacht," Fragte Cloud erstaunt.
"Weil er nicht freiwillig mit uns gekommen wäre. Er hat zwar kaum Kraft, aber das bissen was er hat hätte er dazu genutzt sich zu wehren. Schlafend können wir ihn leichter hier raus transportieren." Cloud nickte und blickte auf den schlafenden Sephiroth. Als wolle er ihnen zeigen das er sie hasste war sein Gesichtsausdruck selbst im schlaf starr und abweisend.
"Meinst du, du kannst ihn ein Stück tragen? Nur bis zu einer bestimmten Stelle?"
"Können wir nicht von hier aus einfach raus?"
"Nein. Obwohl hier alles gleich aussieht gibt es auch hier nur eine bestimmte Stelle an der man den Ausgang öffnen kann. Ab da an brauchst du ihn nicht mehr tragen denn wir *fliegen* sozusagen zurück. Doch hier herrschen fast die gleichen Naturgesetze wie auf der Planetenoberfläche. Ich kann ihn hier noch nicht schweben lassen." Cloud ging zu Sephiroth rüber und packte ihn unter den Armen und hebelte ihn auf die Füsse. Sephiroth war ungewöhnlich leicht, dennoch für den 21 jährigen Cloud ziemlich schwer.
"Also tragen kann ich ihn nicht, so viel steht fest, wie wäre es mit ziehen?"
"Wenn das geht ist das auch ok." Cloud ging vorsichtig rückwärts und zog Sephiroth hinter sich her. Cloud hatte schon einige Filme gesehen und wusste das aus irgendeinem Grund auch Leichen immer so transportiert und dann irgend wo hin - oder reingeschmissen wurden. Deshalb kam sich Cloud so vor als würde er eine Leiche befördern, und nicht seinen schlafenden Bruder. Sephiroths Stiefel scharrten über das Gras und gruben kleine Schleifspuren in den Boden. Doch dort wo man hätte erde sehen sollen war nichts als das schwarz das Cloud schon kannte und nach wenigen Sekunden wuchs automatisch wieder Gras nach. Es schien ihm als würden Stunden vergehen, als Aeris endlich *Stop* rief und Cloud Sephiroth vorsichtig auf den Boden legte.
"Hier ist es!" Cloud schaute sich um, doch er konnte nichts besonderes erkennen was auf einen Ausgang hindeutete. Es war überall gleich, nur der Stein, der war nicht mehr da sonder stand ein Stück entfernt einsam in der eintönigen Landschaft.
"Ich kann nichts erkennen, wo ist denn die besagte Stelle?"
"Sicher kannst du sie nicht sehen, und das sollst du ja auch nicht, aber ich kann sie sehen, und nur das alleine ist wichtig."
"Konnte Sephiroth sie auch sehen?"
"Ja, das konnte er. Und das liegt daran das er Jenova-Zellen in sich trägt. Wäre er ein normaler Mensch würde er den Ausgang auch nicht sehen können."
"Und du kannst ihn sehen weil du eine Cetra bist oder?"
"Richtig, wir Cetra haben ein Auge für das Ungewöhnliche. Weil wir viel mehr mit dem Planeten verbunden sind als andere. So können wir auch sein klagen hören oder wissen wenn es ihm gut geht."
"Ich habe den Schrei des Planeten nur einmal gehört, bei Prof. Bugenhagen im Cosmo Canyon. Es war eins sehr trauriger und leidender Klang!"
"Ja, dem Planeten geht es nicht besonders gut. Und auch jetzt ist die Gefahr noch nicht gebannt. Der Meteor rast immer noch auf den Planeten zu, und das müssen wir verhindern."
"Und wie?"
"Heilig wird uns helfen. Ihr habt, so wie ich, für Heilig gebetet. Das hat seine Kräfte geweckt. Und sobald Sephiroth diesen Ort, also den Krater, verlassen hat, wird sich Heilig sofort auf den Weg machen um gegen den Meteor vorzugehen!"
Cloud dachte darüber nach. Jenova-Zellen hatten also bewirkt das Sephiroth den Ausgang ebenfalls sehen konnte, aber war es nicht so das auch er, Cloud, diese Zellen in sich trug.
"Aeris?"
"Ja?"
"Trage ich nicht auch diese Zellen in mir? Müsste ich dann nicht auch den Ausgang sehen können?"
"Bei dir ist das etwas anderes Cloud. Dir wurden die Zellen nur eingepflanzt. Doch Sephiroth trägt sie als festen Bestandteil seines Körpers in sich. Sie sind Teil seines Erbgutes. Du weißt doch das Sephiroths wahre Mutter, Lukretia, Teil eines Experimentes war in dem ihr Jenova-Zellen eingepflanzt wurden. Und auch Hojo, Sephiroths Vater, hat an sich selber Experimente mit eben diesen Zellen durchgeführt. Als er mit Lukretia Sephiroth zeugte, war sein Erbgut eine Mischung aus Lukretias, Hojos und Jenovas Erbgut. Es ist eine Sache Jenova-Zellen eingepflanzt zu bekommen und eine ganz andere wenn sie fest zu deinem Körper gehören."
"Also muss ich das so verstehen das mir zwar diese Zellen eingepflanzt wurden und das sie sich auch meinem Körper angepasst haben, aber das ich dadurch das sie eigentlich nicht zu mir gehören nie ihre volle Stärke nutzen kann?"
"Ja, genau so ist es Cloud!" Aeris lächelte ihn an, und dieses wundervolle lächeln erheiterte Clouds Seele und ließ sein Herz einen Freudensprung machen. Aeris hob die Hand in die Luft und es sah aus als würde sie die flache Handfläche auf eine Wand legen. Nur, das Cloud keine wand sehen konnte, da war nichts, doch Aeris schien etwas zu ertasten. Als sie die Hand wieder senkte war dort wo ihre Hand gelegen hatte ein bekanntes grün weißes leuchten zu sehen und in der Mitte dieses kleinen Lichtpunktes konnte man einen schwarzen Fleck erkennen.
"Ist das der Ausgang," fragte Cloud und deutete auf den kleinen schwarzen Punkt.
"Ja, das ist er."
"Aber er ist viel zu klein, da passen wir nie durch." Cloud sah zweifelnd auf das Loch das nicht mal größer war als ein Stecknadelkopf.
"Ach Cloud," Aeris drehte sich zu ihm und legte eine warme zierliche Hand auf seine Wange, "du solltest mittlerweile wissen das ich auf alles vorbereitete bin, und sie nur hin..." Cloud sah Aeris aber zuerst noch eine weile in ihre schönen klaren Augen. Er hob langsam seine Hand und legte sie auf Aeris' die immer noch auf seiner Wange ruhte. Cloud lächelte Aeris sanft an. Daraufhin senkte Aeris fast schüchtern den Blick aber lächelte ebenfalls.
"Wir müssen uns auf die Rückreise vorbereiten," sagte sie, fast ein bissen zu hektisch, und zog vorsichtig ihre Hand unter der von Clouds hervor. Cloud senkte seine Hand und ließ noch ein wenig das Gefühl einer wundervollen Berührung auf sich einwirken, doch dann richtete auch er seinen Blick wieder auf das kleine Loch. Doch war es kein kleines Loch mehr. Es war gewachsen und hatte nun schon die Größe von Aeris' Kopf. Das schwarze Loch war umrandet von einem Kreis aus leuchtendem grün und weiß. Und immer noch wuchs das Loch. Dahinter war die altbekannte schwärze zu sehen. Aber auch helle Lichtpunkte die aussahen wie Sterne. Cloud erinnerte dieser Anblick ein wenig an die reise in den Weltraum die er zusammen mit Cid unternommen hatte. Als er aus dem Fenster der Rettungskapsel gesehen hatte, war dort auch nur schwärze und ein paar helle Lichtpunkte gewesen. Cloud blickte an sich hinab. Neben im auf dem Boden lag der schlafende Sephiroth. Wie er so da unten lag, zwischen ihm und Aeris, hätte man meinen können Sephiroth sei nichts weiter als ein nutzloser Gebrauchsgegenstand der mal eben transportiert wurde.
"Er kommt mir ziemlich verlassen vor wenn er so auf dem kalten Boden liegt," sagte Cloud, mehr zu sich selbst als zu Aeris.
"Der Boden ist nicht kalt," beruhigte Aeris ihn, "hier unten gibt es keine Temperaturen. Oder ist dir grade besonders warm oder kalt?" Cloud versuchte es festzustellen. Jeder Mensch hatte doch ein natürliches Temperaturempfinden. Jeder konnte sagen ob es warm, kalt oder eben genau richtig war. Aber entweder es war warm oder kalt. Doch hier unten konnte Cloud nicht sagen ob ihm kalt war oder warm. Oder welche Temperatur hier überhaupt herrschte. Cloud rieb sich mit einer Hand über die Haut. Sie war nur leicht erwärmt. Ein beweis dafür das es zumindest in seinem Körper noch eine bestimmte Temperatur gab. Cloud schaute auf Sephiroth und fragte sich er ob er nicht doch fror. Cloud hätte am liebsten eine Decke genommen und ihn zugedeckt, doch hier gab es keine Decke und so musste er auf Aeris' Worte vertrauen das es hier unten weder Wärme noch Kälte gab.
"Cloud!" Aeris Worte schallten wie Gewehrschüsse durch seinen Kopf. Er schreckte auf und blickte Aeris verwirrt an.
"Wir müssen nun gehen, das Tor ist bereit und ich und der Planet können es nicht ewig offen halten." Cloud sah auf das "Tor" wie Aeris es nannte und es war nun zu einer beachtlichen Größe herangewachsen. Cloud hätte locker aufrecht hindurchgehen können. Aeris ging in die Knie. Sie hatte eine Hand zu Faust geballt und sah sehr konzentriert aus. Was hatte sie vor? Wollte sie Sephiroth einen Kinnhacken verpassen, jetzt, wo er wahrscheinlich nichts davon merken würde und er wehrlos war. Cloud wollte die Hand heben und etwas sagen doch dann öffnete Aeris ihre Hand und in ihr war eine weiße Paste.
"Hilf mir Cloud, wir müssen seinen gesamten Oberkörper, Hals und Gesicht damit einschmieren." Cloud ging ebenfalls in die Knie und Aeris gab ihm etwas von der Paste ab. Sie war sehr geschmeidig und ihr Geruch erinnerte an Freiheit und Blumenwiesen. Ausserdem war sie leicht kühl, und das, obwohl sie in Aeris' warmer Faust gewesen war. Cloud verteilte die Paste auf Sephiroths Oberkörper. Aeris nahm sich Hals und Gesicht vor. "Cloud, würdest du ihm bitte die Stiefel ausziehen. Die Füsse müssen auch eingesalbt werden!" Cloud starrte sie an.
"Ich soll was tun...?"
"Seine Stiefel ausziehen und ihm die Füsse einsalben!" Cloud blickte erst auf die schwarzen Stiefel und dann wieder völlig verwirrt auf Aeris. Doch er wusste es hatte keinen Sinn zu widersprechen. Wenn Aeris sagte es muss sein musste einer diese Aufgabe übernehmen. Und warum nicht Cloud? Leicht widerwillig zog Cloud mit sichtlicher Mühe Sephiroth die Stiefel aus. Er hätte alles erwartet. Schweisswolcken oder Fussgeruch. Er hatte Sephiroth nie gesehen wie er sich wusch, schlief, seine langen Haare kämmte oder seine Kleidung wechselte. Obwohl auch Cloud und seine Truppe kaum Zeit gehabt hatten, so hatten sie doch, jedesmal wenn sie in einem Hotel oder Haus übernachtet hatten, Körperpflege betrieben. Doch Sephiroth war nicht an Hygiene interessiert gewesen sondern nur am Planeten. Hatte Sephiroth jemals Wasser an seine Haut gelassen? Als Cloud jedoch die Stiefel ausgezogen hatte roch es weder nach Schweiß noch nach Dreck. Ehrlich gesagt roch es nach gar nichts, auch aus den Stiefeln kam nicht der Typische Geruch der sich in schon oft und lange getragenen Schuhen sonst ablagerte. Cloud war erleichtert und nahm noch etwas von Aeris' Paste entgegen und begann, immer noch leicht widerwillig, Sephiroths Füsse einzusalben. Aeris kicherte.
"Was gibt es da zu lachen," fragte Cloud leicht schroff.
"Du solltest dich mal sehen. Wie du da im Gras kniest und die Füsse vom schlafenden Sephiroth einsalbst." Cloud brummelte vor sich hin hörte jedoch nicht auf bis beide Füsse gut mit der Paste bestrichen waren.
"Gut," sagte Aeris und ihr Gesichtsausdruck war wieder ernst, "jetzt können wir loslegen..." Aeris stellte sich Kerzengrade vor Sephiroth und Cloud ging ein paar Schritte zurück. Sie legte die Hände vor sich in die Luft, direkt über Sephiroth Körper, und begann wieder in der für Cloud unbekannten Sprache zu singen. Es war ein schönes Lied, Aeris sanfte Stimme passte sehr gut dazu. Cloud schloss die Augen und vergass alles ums ich rum. Er lauschte nur noch der Musik die langsam durch seinen Körper strich wie heilender Wind. Er fühlte sich auf einmal ganz leicht, als würde er schweben, und der vollkommene Frieden machte sich in ihm breit.
"CLOUD," schrie Aeris auf einmal lauthals. Cloud erschrak und zuckte zusammen. Er öffnete die Augen und war verwundert. War er gewachsen? Aeris wirkte auf einmal viel kleiner als vorher und, ja, er bildete es sich nicht nur ein, sie sah zu ihm hoch als wäre er wirklich größer. Cloud blickte erst nach links und dann langsam nach rechts in Richtung Tor. Es war immer noch da also hatte er sich nicht eingebildet. Ein Stück von ihm weg lag Sephiroth auf dem Boden, und auch dieser erschien im kleiner und weiter weg als zuvor. Aeris hatte den Kopf gesenkt, die Augen geschlossen und schüttelte nur den Kopf.
"Cloud, Cloud, Cloud, hast du zufällig deine Augen geschlossen und dich nur auf die Melodie konzentriert?"
"Ja, hab ich, ist das verboten gewesen?"
"Nein, aber schau mal nach unten...!" Cloud tat wie man ihm geheißen und schaute nach unten. Zischend sog er die Luft zwischen den Zähnen durch als er das unfassbare erblickte. Er war nicht gewachsen, aber viel höher als vorher, den er schwebte. Cloud wollte grade einen vorsichtigen Schritt nach vorne tun als Aeris die Hand hob.
"Das, würde ich nicht tun. Das ist kein gewöhnlicher schwebe Zauber. Ein Schritt nach vorne und du fällst!"
"Aber warum?"
"Weil das ein kontrollierter Zauber ist. Nur ich kann bestimmen wann und wohin du dich bewegen kannst. So kann ich Sephiroth gefahrlos nach oben bringen."
"Und? Lässt du mich jetzt hier in der Luft stehen?"
"Natürlich nicht," erwiderte Aeris und lächelte ihm entgegen. Sie hob die Hand und beschrieb mit dem Zeigefinger einen kleinen Kreis in der Luft. Cloud konnte dabei zusehen wie er langsam zu Boden schwebte und bald wieder feste Erde unter den Füssen hatte. Falls es überhaupt Erde war.... Aeris kam an seine Seite und schaute auf Sephiroth.
"Wir werden gleich starten können. Der Zauber muss aber erst noch seine Wirkung zeigen!" Sie blickte zu Cloud hinauf.
"Dieser Zauber wirkt nur auf diejenigen die schlafen oder sich in tiefer Meditation oder Trance befinden. Du hast dich innerhalb von Sekunden so von dem Lied einlullen lassen das es bei dir gewirkt hat als wärst du ebenfalls in Trance. Sei froh das du nicht in diesem Zustand einfach losgelaufen bist. Aus dieser Höhe hätte es dir das Genick gebrochen." Cloud schluckte und dachte an die Höhe in der er sich befunden hatte.
"Oh, es ist soweit.." Cloud folgte Aeris Blicken und sah wie Sephiroth Kerzengrade, als würde er auf einem Brett liegen; langsam in die Höhe stieg. Ungefähr auf Aeris' Hüfthöhe blieb er in der Luft stehen und sein Körper war von einem gelben leuchten umgeben.
"Aeris? Wozu haben wir Sephiroth mit dieser Paste eingesalbt?"
"Sein Körper ist sehr schwach und ausgelaugt. Er ist kaum noch dazu fähig sich Magie anzupassen und sie auf sich wirken zu lassen. Die Paste hilft seinem Körper dabei den Zauber zu halten und zu festigen damit er nicht einfach auseinander bricht und wir ihn mitten auf dem Rückweg verlieren."
"Was würde mit ihm passieren wenn wir ihn verlieren würden?"
"Ich glaube nicht das du das wissen willst!"
"Doch, möchte ich."
"OK, ich sag es dir. Er würde einen qualvollen Tod sterben."
"Und wieso? Könnten wir ihn nicht wiederholen?"
"Nein, er wäre für immer verloren. Der Lebensstrom würde ihm bei lebendigem Leibe die Zellen auseinander nehmen um sich deren Energie zunutze zu machen um seine Seele freizulegen damit sich diese mit dem Strom vereinen kann. Und wenn dir jede einzelne Zelle nacheinander auseinandergenommen wird, dann, glaub mir, ist das nicht sehr angenehm." Cloud versuchte es sich vorzustellen, doch es gelang ihm nicht. Und vielleicht war ihm das auch lieber so.
"Komm Cloud. Gib mir deine Hand dann machen wir uns auf den Rückweg." Cloud trat neben Aeris. Zu ihrer linken Seite schwebte Sephiroth eingehüllt in das gelbe leuchten, zu ihrer rechten stand er, Cloud, und nahm behutsam ihre zierliche Hand in die seine.
"Versuche nicht über das was du siehst nachzudenken. Es ist das Bewusstsein des Planeten und du brauchst die Dinge nicht so zu verstehen wie er sie sieht. Konzentriere dich nur auf die Heimreise dann wirst du nichts merken." Cloud war sich nicht ganz sicher verstanden zu haben was Aeris meinte, doch er versuchte auf ihren Ratschlag zu hören und nicht allzuviel nachzudenken.
Langsam, Schritt für Schritt, gingen sie auf das Tor zu. Cloud blickte rüber zu Sephiroth und stellte fest das dieser ohne zutun von Aeris neben ihr her schwebte. Als Cloud die Dunkelheit immer Näher auf sich zu kam geriet er doch ins grübeln. Er wollte es nicht, aber er konnte es gar nicht verhindern sich zu fragen wie es sich wohl anfühlen würde wenn er bei vollem Bewusstsein den Weg nach oben betrat. Als er das erste mal hier her gekommen war, gerufen von Sephiroth, hatte er geschlafen, oder war in einem Trance artigen Zustand gewesen. Erst kurz bevor er hier angekommen war, war er aufgewacht. Und das erste was er gesehen hatte war Sephiroth gewesen. Dies hatte ihm solche Wut durch den Körper gejagt das er alle anderen Gefühle verdrängt hatte. Diese zweite Reise würde also unbekanntes für ihn bereit halten, und er wusste nicht ob er auch nur annähernd auf diese Erfahrung vorbereitet war. Cloud setzte seinen ersten vorsichtigen Schritt hinter die Torschwelle, er hätte vieles erwartet doch nichts passierte. Aeris die Hand in Hand mit ihm ging stand schon mitten in der Dunkelheit. Cloud hatte erwartet das sie aufgesaugt und nach oben katapultiert worden wären, aber es kam kein Sog und es öffneten sich auch keine Schleusen. Auch Cloud betrat neben Aeris nun die vollkommene Dunkelheit und als auch Sephiroth Kopf endlich komplett über die Schwelle geschwebt war schloss sich das Tor sofort hinter ihnen und Cloud war sich sicher das er diesen Ort nie wieder betreten würde.
"Müssen wir den ganzen Weg laufen," fragte Cloud und blickte sich nach einem Weg um.
"Nein, der Planet wird uns sicher verpacken und nach oben befördern."
"Verpacken?"
"Ja, er wird uns in eine Schutzaura hüllen wenn das in deinen Ohren besser klingt." Cloud sah sich um und stellte fest das sich die schwärze die sie umgab veränderte. Auf einmal sah es so aus als würden sie wirklich im Weltraum stehen. Überall um sie herum waren diese hellen weißen Lichtpunkt. Eines hatte sich direkt vor Cloud aufgebaut. Er streckte die Hand danach aus und als er es umfasste zerplatzte es in viele kleine Stücke, schwebte davon, und setzte sich an einer anderen Stelle wieder zusammen. Dann, ganz plötzlich, flogen alle diese weißen Pünktchen auf Aeris, Sephiroth und Cloud zu und bauten sich wie eine Mauer um sie auf. Als das leuchten verschwunden war sah es aus als würde sie alle eine sanfte fast durchsichtige Hülle umgeben.
"Kann ich sie zerstören oder durch sie hindurchfassen," fragte Cloud dem diese Hülle sehr zerbrechlich wirkte.
"Nein, nur der Planet kann dich aus ihr wieder entlassen." Cloud stellte fest das Aeris' Hülle direkt mit der von Sephiroth verbunden war.
"Warum klebt er so an dir"
"Weil ihn der Zauber an meiner Seite festhält."
"Aber, wenn wir doch eh in einer Hülle sind, warum hast du ihn dann in diesen Zustand versetzt?"
"Du kannst nur durch das Bewusstsein Reisen wenn du selber in der Lage bist deine Körper grade und aufrecht zu halten. Da Sephiroth aber schläft ist ihm diese Möglichkeit nicht gegeben. Durch den Schwebezauber habe ich ihn in eine steife Lage gebracht die es ihm nicht ermöglicht einfach zusammenzuklappen."
"Und was wenn ich jetzt Ohnmächtig werden würde und ebenfalls zusammenklappe?"
"Dann würde die Hülle brechen und du würdest in des Planeten Bewusstsein stürzen und was dann passiert weißt du ja."
"Aber, ich meine, wenn mich das alles jetzt so verwirrt das ich einfach in Ohnmacht falle? Du kannst mich doch nicht einfach so einem Risiko aussetzen." Cloud war ein wenig bestürzt.
"Cloud, der Planet weiss ob du für eine solche Reise geeignet bist oder nicht. Hätte er festgestellt das die Reise für dich gefährlich werden könnte hätte ich dich ebenfalls in diesen Zustand wie Sephiroth versetzt."
"Aber hättest du das nicht trotzdem tun können, nur als Vorsichtsmaßnahme?"
"Nein, der Planet hilft mir nur da wo wirklich geholfen werden MUSS doch er ist der Meinung das für dich nicht die Notwendigkeit besteht dich in diesen Zustand zu versetzen sonder das du es auch so Problemlos schaffen wirst." Cloud zweifelte. Aber andererseits, wenn der Planet sich sicher war das er es schaffen würde. Wer kannte ihn denn schon so gut wie der Planet selbst? Keiner ausser dem Planeten hatte seine ganze Lebensgeschichte Punkt für Punkt so miterlebt. Und Cloud war sich sicher, das der Planet hören konnte was er dachte.
"Der Planet wird dafür sorgen das du heil hier raus kommst, er weiss was zu tun ist!" Aeris Worte klangen sehr beruhigend. Und nun glaubte auch Cloud daran das er es schaffen konnte. Und genau das war es wohl was wichtig war. Er musste selbst daran glauben. Dann würde er es auch schaffen.
"Achtung, es geht gleich los!" Cloud starrte wieder dahin wo er glaubte das dort oben sei! Von überall her kamen wieder kleine weiße Sterne angeflogen die den Platz ihrer Kameraden einnahmen die jetzt Aeris, Sephiroth und ihn schützen. Plötzlich spürte Cloud eine Art Beben das durch seinen Körper ging. Die Sterne und die ganze Umgebung stand ruhig, nichts bewegte sich, doch irgend etwas in ihm erzitterte unter einer unbekannten Macht die ihn bewegen wollte. Cloud war diese Macht sehr fremd, und er wusste nicht ob er sich gegen sie wehren oder sich ihr ergeben sollte. Vorsichtig dreht Cloud seinen Kopf zu Aeris rüber. Sie hatte die Augen geschlossen und den Kopf geneigt. Ihr Hände waren wie im Gebet gefaltet und sie schien sich stark zu konzentrieren. Cloud hatte das Gefühl das die Macht die er spürte etwas mit Aeris zu tun hatte. Und da war er sich sicher, es war der Planet, der ihn nun nach oben bringen würde. Cloud blickte wieder auf. Und genau in diesem Moment verspürte er einen starken Ruck, als würde ihn jemand schubsen und all die kleinen Sterne vor ihm kamen auf ihn zugeschossen. Nein, nicht die Sterne auf ihn, sonder er auf die Sterne. Er bewegte sich. Man konnte keinen Anfang und kein Ende sehen. Kein oben und kein unten. Trotzdem wusste Cloud das er sich bewegte, in Richtung Planetenmitte, dort, wo seine Freunde warteten. Cloud wagte es nicht auch nur seinen Kopf zu wenden. Er konzentrierte sich auf nur auf seine Körperhaltung und versuchte Gefühle und Erinnerungen sowie Bilder aus den vergangenen Stunden zu verdrängen. Cloud sah, wie ein Lichtpunkt auf ihn zukam der anders als die anderen leuchtete und auch größer war. In Sekunden schnelle hatte er dieses Licht erreicht und tauchte in dieses ein. Also Cloud, geblendet von dem Licht, die Augen wieder öffnete war das schwarz verschwunden und auch all die kleinen Sterne waren weg. Doch vor ihm, direkt vor seinen Augen, sah Cloud Bilder. Viele verschiedene Bilder, bunt zusammengewürfelt, als wären reihenweise Fernseher mit verschiedenen Programmen aneinander gereiht. Jedes dieser verschwommen Bilder war von einem leuchtenden grün umgeben. Die Macht und Energiequelle von Lebensstrom. Cloud blickte wie gebannt auf die Bilder. Als er sich auf eines konzentrierte wurde es schärfer und Cloud konnte das geschehen das sich darin abspielte erkennen. Da war ein Planet, ähnlich wie der seine. Doch hier war alles viel grüner und viele natürlich Flussläufe zeichneten sich auf seiner Oberfläche ab. Als das Bild näher heran fuhr, konnte Cloud, kleine primitive Hütten erkennen aus Holz, Schlamm und Stoff. Sowie Stroh gedeckten Dächern. Es waren nur kleine Ansammlungen ein paar Trampelpfade und einige wenige Feuerstellen. Cloud konnte Menschen erkennen die in einfach Kleidung gehüllt waren. Sie schienen sehr gute Laune zu haben. Es war ein geschäftiges Treiben auf diesen Trampelpfaden. Männer mit Pfeil und Bogen kamen aus den Wäldern und trugen frisch erlegte Beute über den Schultern. Kleine Mädchen und Jungen begrüßten erfreut diese Jäger und Frauen kamen lächelnd aus den Häusern gelaufen um den Männern die Beute ab zu nehmen. Das Bild verschwamm wieder... Cloud blickte zum nächsten. Auch dieses wurde unter seinen gebannten Blicken schärfer. Er konnte wieder eines dieser Dörfer erkenne. Es war nun etwas moderner. Es gab einen Brunnen und erste Eisenkonstruktionen konnten an den Häusern erkannt werden.. Die Kleidung war nun schon etwas feiner. Das Bild teilte sich. Auf der einen Hälfte konnte man den altertümlichen Stamm erkennen, mit seinen primitiven Häusern und den Trampelpfaden, auf der anderen Seite das etwas modernere Dorf mit dem Brunnen. Cloud glaubte zu verstehen. Das waren zwei Dörfer zur selben Zeit auf dem selben Planeten. Doch worin bestand der Zusammenhang? Wieder wurde das Bild unscharf und Cloud blickte schnell zum nächsten. Dort konnte er alsbald ein noch moderneres Dorf sehen. Die Häuser waren nun aus einfachen aber starken Ziegeln errichtet. Es gab erste Anzeichen für sichere Fenster und Türen. Es gab feste Wege und so etwas ähnliches wie einen Marktplatz. Als das Bild sich wieder einmal teilte. Konnte man links wieder das primitive Dorf erkennen. Es war gealtert, einiges war zerfallen anders notdürftig ausgebessert. Es schienen nicht mehr viele Menschen dort zu leben, ob sie wohl weitergezogen waren? Wie eine Antwort auf Cloud Gedanken wechselte das Bild in der linken Hälfte und Cloud konnte ein neues aber dennoch primitives Dorf sehen. Neue Häuser, neue Trampelpfade und andere Menschen. Offensichtlich waren sie gewandert. Aber wo wollten sie hin? Auf der rechten Bildhälfte sah Cloud die moderne Stadt und die Menschen mit ihren "eleganten" Gewändern. Offensichtlich hatte diese Gruppe sich entschieden nicht weiterzuziehen. Das Bild verschwamm abermals. Cloud suchte nach einem neuen Bild, doch er konnte sich auf keines mehr einstellen, bis plötzlich... Vor ihm begann es rot zu glühen. Cloud blickte auf und sah wieder ein Bild, es war größer und deutlicher als die bisherigen. Cloud konnte einen feuerrot gefärbten Himmel erkennen. Etwas schien von ihm herab zu fallen. Das Bild wechselte und man konnte das primitive Dorf sehen. Die Menschen knieten auf der blanken Erde und schienen zu beten. Keiner blickte zum Himmel auf. Jeder hatte seine Stirn auf den Erde gebettet und die Hände gefaltet vor sich auf dem Boden liegen. Cloud konnte leise murmelnde Stimmen vernehmen. Sie waren sehr ruhig, als würden sie keine Angst haben. Dann sah er die moderne Stadt. Die Menschen auf den Strassen liefen panisch umher, schrien, und verschwanden in ihren Häusern. Türen und Fenster wurden rasch verschlossen und das innere nur mit Kerzen schwach erhellt. Cloud konnte die Angst die von diesen Menschen ausging fast ergreifen. Als das Bild sich wieder dem Himmel zuwendete, sah Cloud die Ursache für das rote leuchten. Ein Meteor, so groß wie ein kleines Haus, stürzte hinab. Mit rasender Geschwindigkeit viel er in Richtung Erde und Schlug auf einer einsamen Insel ein. Was war das für ein Planet. Woher hatte dieser Planet all die Erinnerungen eines anderen Planeten? Eine riesige Explosion erschütterte die Erde. Der Meteorit hatte einen riesigen Krater in einen Berg auf der Insel geschlagen. Rissen und Höhlen taten sich auf die vorher verborgen waren, und sie führten wohl tief ins Planeten innere. Dorthin, wo der Meteor gelandet war. Alles in der Umgebung, Lebewesen und Pflanzen waren ausgerottet. Nur noch schwarze verbrannte Erde und herumgeschleudertes verformtes Gestein gestalteten die Umgebung und machten sie zu einer Einöde. Die Menschen in dem primitiven Dorf blickten auf, in ihren Augen standen Schrecken und Trauer. Die Menschen des anderen Dorfes hatten immer noch nur Angst und zeigten sich nicht. Plötzlich hörte Cloud einen Markerschütternden Schrei. Doch es war kein Menschlicher Schrei und auch nicht der eines Tieres. Und trotzdem war ihm dieser Ruf bekannt. Doch hatte er ihn noch nie so intensiv vernommen. Es war der Schrei des Planeten. Cloud hätte sich gerne die Ohren zu gehalten. Der Schrei dröhnte in seinem Kopf und brachte ihm Kopfschmerzen ein. Die Menschen aus dem primitiven Dorf schrien ebenfalls und weinten bitterlich als würden sie mit dem Planeten fühlen und sein wehklagen hören. Und da begriff Cloud, es packte ihn von innen heraus und schien im die Luft abzuwürgen als er das ausmaß des eben gesehenen Begriff. Cloud rang nach Luft während sich seine Erkenntnis in seinen Kopf bohrte. Was er da sah war die Katastrophe von vor 2000 Jahren gewesen. Die schreienden und weinenden Menschen waren das Nomaden Volk, die Cetra! Das ängstliche Volk das sich niedergelassen hatte waren, wie es Sephiroth einmal bezeichnet hatte, seine Vorfahren. Cetra, die keinen Sinn mehr in dem weiterziehen sahen. Die altertümlichen Cetra hatten die Gefahr schon gespürt bevor sie überhaupt da war, sie hatten versucht dem Planeten mit ihrer Kraft und den Gebeten beizustehen. Und als der Meteor eingeschlagen war hatten nur sie sein Wehklagen vernommen und fühlten mit ihm. Jedoch die Cetra die sich niedergelassen hatten, hatten auch die Fähigkeit verloren dem Planeten zu helfen und ihn zu hören. Alles was ihnen geblieben war, war die Angst! Angst vor dem unbekannten. Und der Meteor, der ich tief in die Erde gebohrt hatte und einen Weg zum Planeten inneren freigelegt hatte, war niemand anders, als die Hülle und das "Raumschiff" der Bedrohung Jenova! Das war der Anfang vom Untergang der Cetra. Als das Bild sich wieder änderte sah man die Insel auf der Jenova eingeschlagen war. Nun lag hier überall Schnee. Das freilegen der Wege zum Planetenmittelpunkt, die ungeheure Hitze und Veränderung durch Jenova hatte das Klima auf der Insel vollkommen verändert. Und dann ging alles ganz schnell. Die Bilder änderten sich innerhalb von Sekunden. Cloud konnte flüchtige aber verheerende Katastrophen sehen, leidende Menschen, verzweifelte Menschen. Die Cetra, ein Volk das immer kleiner wurde. Doch wo war Jenova? Es ging immer schneller. Die Bilder machten keinen Sinn mehr, alles flackerte und stürmte auf Cloud ein. Das ihm das alles zu viel wurde schien dem Planeten egal zu sein. Er wollte dem völlig verwirrten Cloud alles zeigen und beibringen was er erlebt hatte. Und das in Sekunden. Cloud schrie auf, Schmerzen waren in seinem Kopf, ein schrilles Pfeifen in seinen Ohren. Es schien als wolle sein Trommelfell platzen und sein Schädel bersten. Cloud hob die Hände an seinen Kopf, er umklammerte ihn als wolle er ihn zusammenhalten und daran hindern zu zerspringen. Er warf den Kopf hin und her und obwohl er die Augen geschlossen hatte, stürmten die 2000 Jahre alten Erinnerungen immer noch auf ihn ein. Der Planet schickte seine Bilder direkt in Clouds Kopf, und dieser konnte sich nicht dagegen wehren. Langsam spürte er wie unter dem Schmerz seine Beine nachgaben. Sein Körper wurde schwächer und seine Gedanken immer unklarer. Er konnte sich nicht mehr konzentrieren, wollte nur noch weg von diesem Schmerz und dem Wehklagenden Geschrei des Planeten in seinen Ohren.
"AUFHÖREN!" Schrie Cloud hinaus. Er hoffte so sehr der Planet würde ihn verstehen und damit aufhören. Er war doch kein Cetra, er hatte nicht mal annähernd die Eigenschaften von einem. Früher einmal, da mochten seine Vorfahren auch echte Cetra gewesen sein. Doch das war nun viele Tausend Jahre her. Cloud hatte all das verloren was ein Cetra jemals besessen hatte. Doch der Planet schien das anders zu sehen. Er sah diese eine, Meilenweit entfernte Verwandtschaft zwischen Cloud und den Cetra, eine Verwandtschaft die 2000 Jahre voller Veränderungen zurücklag. Doch für den Planten war es eine Verwandtschaft, und so glaubte er wohl eines seiner verlorenen Kinder gefunden zu haben dem man nur noch beibringen muss was geschehen war.
"Ich bin nicht eines deiner verlorenen Kinder," sagte Cloud, mehr zu sich selbst als zum Planeten, "ich bin kein Cetra, ich bin ein Mensch, ich habe nicht die Fähigkeit und das wissen dir standzuhalten, ich bitte dich, lass ab!" Die Schmerzen schienen immer schlimmer zu werden. Obwohl Cloud sich bald sicher war das es gar nicht mehr schlimmer werden konnte. Der Planet schrie ihm in seiner Sprache zu, einer Sprache die er nicht verstand. Seine Beine begannen zu zittern. Irgendwo in einem Hinterkopf konnte Cloud Aeris Worte hören, wie sie ihm erklärte was passierte wenn er keine aufrechte Haltung einhielt sonder zusammenklappte oder Ohnmächtig wurde. Die Stimme wurde wieder leiser und wurde vom Planeten übertönt.
"Ich kann dir doch nicht helfen," Cloud war verzweifelt. Hatte Aeris nicht gesagt der Planet würde ihm hier raus helfen und dafür sorgen das ihm nichts passierte. Doch genau das Gegenteil schien zu passieren. Cloud legte alle seine Kraftreserven und seinen Überlebenswillen in seinen Körper. Er hoffte sehr das dies bald ein ende hatte. Egal welches. Stunden schienen zu vergehen. Das Pfeifen wurde immer noch lauter, der Schmerz durchzuckte seinen ganzen Körper. Alle seine Gliedmaßen wollten sich der ungeheuren Kraft beugen und nachgeben. Doch Cloud sprach dagegen. Er versuchte sich zu Erinnern und sich von den Bildern abzulenken. Tifa, Barret, Nanaki, Cid, Vincent, Yuffie, Cait Sith, Aeris...... Sephiroth......! Das letzte was er sah waren zwei kalte Türkisfarbene Augen, die ihn anblickten und kalt lächelten. Siegessicher!
"Ich hab in jeder Hinsicht doch noch gewonnen," flüsterte ihm die Stimme zu die zu diesen Augen passte! Dann hörte er ein schallendes lachen. Ein lachen wie er es schon ein paar mal in seinem Leben vernommen hatte. Manchmal hatte ihn dieses Lachen zu Verzweiflung getrieben, doch manchmal, hatte es ihn auch in Wut versetzt. So wie jetzt! Cloud riss die Augen auf, er blickte Grimmig dem Bilderchaos entgegen. Er dachte nur an Sephiroth, er dachte mit Absicht nur an den kalten und gefährlichen Sephiroth. Und die Wut die in ihm hoch kam, schaffte es sogar, gegen die Bilder, den Schmerz, des Planeten Wehklagen und das Pfeifen in den Ohren anzukommen. Wie eine starke Welle die von Clouds inneren nach Aussen Schoß, wurden all die belastenden Faktoren davon geblasen. Zurück blieben Stille, Ruhe und Wut! Cloud straffte seinen Körper, spannte die Muskeln und brachte sich in eine Kerzengrade Haltung. Er blickte grimmig nach vorne und schon ließen die Bilder ab. Es wurde schlagartig dunkel um ihn herum, und dann befand er sich in einer Art Röhre. Eine Röhre die aussah wie ein Weg. Ein Weg nach draussen!