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Meine Final Fantasy
7 Story
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Kapitel 1 - Einsicht
Kapitel 2
- Wiedergeburt
Kapitel 3 - Rückkehr
Kapitel 4 - Taten
Kapitel 4 - Taten
Die Lage hatte sich etwas beruhigt.
Die Highwind nahm direkten Kurs auf Midgar und flog ruhig und gelassen dahin.
Die Mannschaft inklusive Cid hatte sich wieder abgeschnallt und sank erleichtert
auf dem Pult nieder. Vincent richtete sich sofort wieder auf. Yuffie, für
die die Gefahr erst mal gebannt war+ wurde sofort wieder übel und sie
blieb still in ihrer Ecke sitzen. Nanaki richtete sich ebenfalls auf und trabte
zum Fenster und blickte in Richtung Midgar wo man ein Rotes leuchten und Meteor
erkennen konnte. Auch Cait Sith hüpfte zum Fenster und betrachtete die
Stadt aus der ferne in der er einmal für die Shinra gearbeitet hatte.
Cid ging rüber zu Barret und half dem Gewichtigen Mann auf die Beine.
"Du hast dir wohl dein Bein verstaucht mein Freund," sagte Cid erleichtert,
der darüber froh war das ihm nicht mehr passiert war.
"Ja, kann ich wohl von Glück sagen, doch, was ist mit Tifa, und
wo ist Cloud?" Alle blickten sich bei diesen Worten um. Barret jedoch
ging zu der Stelle wo er vorher Tifa gesichtet hatte. Sie war ohnmächtig
geworden und lag auf der Seite. Ohne Cloud auch nur zu sehen hechtete Barret
zu ihr und hob sie hoch. Sein massiger Körper verdeckte Cloud dabei so
das auch die anderen ihn nicht sehen konnten.
"Tifa Liebes, wach bitte wieder auf, wir haben es überstanden!"
Langsam öffnete Tifa die Augen und blickte Barret leicht verwirrt an.
Dann weiteten sie sich plötzlich und Tifa bäumte sich Ruckartig
auf.
"Cloud. Cloud, was ist mit ihm, geht es ihm gut, hat er sich was getan?"
"Wir haben ihn noch nicht gefunden," entgegnete Vincent Schulterzuckend
und kühl wie immer.
"Aber, er lag doch nur 2 Meter entfernt von mir, ist er denn nicht mehr
da?" Tifa war aufgebracht wie selten zuvor und auf Tifas Hinweis hin
drehte sich Barret um und blickte sich dort um wo Tifa eben noch gelegen hatte.
Und da sah er ihn, Cloud, der Bewusstlos und leicht gekrümmt auf einer
Metallplatte lag und sich kein Stück regte.
"CLOUD!" schrie Tifa erneut und befreite sich von Barret der keine
Zeit hatte sie aufzuhalten. Tifa rannte zu ihm und warf sich über Cloud.
"Sag doch bitte was Cloud, bitte, gib nur ein einziges Lebenszeichen
von dir." Doch Cloud schwieg. Auch die anderen eilten nun herbei. Keiner
von ihnen besaß so mächtige Heilkräfte oder Körperkunde
wie Aeris. Doch Nanaki hatte noch eine Master Heilungssubstanz dabei. Schnell
zauberte er Heilung 3 auf Cloud in der Hoffnung es würde helfen.
"Wenn er Tod ist, hilft selbst keine Phönixfeder mehr." Vincents
Worte trafen alle wie ein Schlag.
"Warum nicht," fragte Barret neugierig.
"Soweit ich das verstanden habe ist die Phönixfeder eine Heiliges
Item das ihre Kräfte von dem Planeten bekommt. Würde sie immer wirken
würde es keine Toten mehr auf diesem Planeten geben, man könnte
jeden sofort wiederbeleben. Es kommt auf die Art an wie man gestorben ist.
Und ob man noch eine Mission zu erfüllen hat oder nicht. Im Kampf waren
uns die Heiligen Items für uns freigesetzt. Denn der Feind bediente sich
ihrer auch und der Feind war von einem anderen Planeten so das unserer gegen
diese Kraft kaum etwas ausrichten konnte. Doch nun, wo der Feind besiegt ist,
liegt alles wieder in den Händen des Planeten. Und die Wirkung der meisten
Items wird zurückgesetzt."
"Aber waren die Shinra nicht auch eine Gefahr für den Planeten?
Und die Shinra waren von diesem Planeten!" Entgegnete Yuffie aus der
ferne.
"Ja das ist Richtig. Aber die Shinra waren eine Gefahr in der der Planet
hätte eingreifen können. Ach, es ist alles sehr kompliziert. Jedoch
ist Cloud nicht in einem Heiligen Kampf gestorben, und der Planet wird es
bestimmt nicht zulassen das Wir ihn durch eine Phönixfeder wiedererwecken."
Stille trat ein als alle auf Cloud blickten der sich trotz Heilung 3 immer
noch nicht regte.
"Wo ist bloß Aeris?" Fragte sich Tifa und blickte mit verschwommenen
Blick nach oben. Dabei entrang sich ihrer Kehle ein lautes schluchzen, und
als sie wieder auf Cloud blickte, brach sie in Tränen aus. Barret trat
zu ihr und legte seine kräftige Hand auf Tifas Schulter.
"Komm schon, das wird schon wieder. Cloud hat schon viel schlimmeres
überstanden. Denk nur daran wie er in den Lebensstrom gefallen war. Oder
der Kampf mit Sephiroth. Oder als er in Midgar von der Brücke fiel. Er
ist bisher immer wieder auf die Beine gekommen, er schafft das schon."
Tifa schaute Barret mit Tränen überströmten Gesicht an und
war verwundert das Barret so freundlich über Cloud sprach. Sicher, tief
in ihrem Herzen waren sie dicke Kumpel, doch keiner konnte das dem anderen
auch nur in irgendeiner Weise zeigen. Doch schließlich besann sie sich
eines besseren und nickte lächelnd.
"Bringen wir ihn in ein Quartier und lassen ihn dort ausruhen. Wenn Aeris
wirklich lebt wird sie zu uns kommen und uns und ihm helfen!" Nanaki
kehrte der Gruppe den Rücken und ging auf den Gang hinaus der zu den
Quartieren führte. Barret war der kräftigste von allen, und so war
es seine Aufgabe Cloud zu tragen. Tifa ging schweigend nebenher und hielt
seine kalte und leblose Hand.
"Nun, ich würde Euch gerne begleiten, doch ich muss mich um dieses
Baby hier kümmern und aufpassen das wir nicht wieder in so ein Malheur
geraten!"
"Das ist schon ok Cid," erwiderte Cait Sith, "ich werde die
Gruppe ebenfalls begleiten." Yuffie, die immer noch schweigend in ihrer
Ecke sass, gab den anderen zu verstehen das sie sie nicht begleiten würde.
Das war ihnen auch ganz recht so, Cloud brauchte immerhin seine Ruhe! Auch
der schweigende Vincent schloss sich der Gruppe an die Cloud begleitete. Sofort
wurde es sehr still im Cockpit.
"Ahh, diese Ruhe ist wirklich wohltuend für meine Fliegersinne."
Cid lehnte sich zurück. Obwohl nun der wahre Kampf um den Planeten begann,
zwischen Heilig und Meteor, waren alle doch unbeschreiblich ruhig und gelassen.
Vielleicht weil sie wussten das sie nun nicht mehr viel unternehmen konnten
als hoffen und beten! Yuffie verhielt sich wie immer still und die Mannschaft
beäugte kritisch die Werte der Highwind.
"Captain, sobald wir dazu die Möglichkeit haben sollten wir landen
und einige Reparaturen vornehmen. Die Highwind ist sehr beschädigt und
macht diese ganzen Strapazen nicht mehr lange mit." Cid vernahm die Worte
seines 1. Offiezires laut und deutlich, doch hatte er keine Lust weiter darüber
nachzudenken. Wenn sie das alles überstanden hatten gab es genug Zeit
die Highwind zu reparieren und würden sie es nicht überstehen dann
war eh alles vorbei. Cid nickte nur, er wollte ja nicht unhöflich sein.
Währenddessen war die andere Gruppe bei den Quartieren angelangt. Automatisch
öffnete sich eine Tür die über einen Sensor Bewegungen Wahrgenommen
hatte. Es war ein kleines Ein-Mann-Quartier, mit einem außerordentlich
Komfortablen Bett, einer Toilette plus Dusche und Waschgelegenheit, und einer
kleinen Kommode für persönliche Dinge.
"Schade das Aeris nicht hier ist," meinte Nanaki, "Sie kannte
sich gut mit Pflanzen und vor allen Dingen Blumen aus. Sagtet ihr nicht mal
das sie in Midgar Blumenverkäuferin war. Sie hätte bestimmt auch
ein paar schöne für Cloud gehabt." Alle nickten nur stumm.
Dieses Zimmer hätte wirklich ein paar schöne Blumen nötig gehabt.
Barret legte Cloud vorsichtig auf das Bett nieder. Seine Augen waren geschlossen.
Doch, sein Gesicht war vom Schmerz den er beim Aufprall erlitten hatte verzerrt
und seine Hände auf unnatürliche Weise verkrampft als würde
er sich krampfhaft a etwas klammern. Tifa konnte nur ahnen was es war. Entweder
er hatte sich an Tifa geklammert um sich zu schützen, oder, er klammerte
sich an sein Leben. Aber trotz des unheimlich starken Aufschlages schien er
sich, Gott sei Dank, nichts gebrochen zu haben.
"Tifa, ich werde wieder ins Cockpit gehen, ich denke du magst hier bei
Cloud bleiben oder?" Tifa nickte nur. Sie hatte sich auf den Bettrand
zu Cloud gesetzt und hielt weiterhin seine Hand. Vincent blickte sich ein
wenig im Raum um, dann setzte er sich, nicht weit entfernt vom Bett, auf einen
freien Stuhl. Barret hatte den Raum bereits verlassen und Nanaki wollte ihm
schon nachgehen, doch als er einen Blick auf den bewusstlosen Cloud warf entschied
auch er sich bei Tifa zu bleiben.
"Ich werde vor der Tür warten," sagte Cait Sith, "Wenn
ihr etwas braucht ruft einfach."
"Warum bleibst du nicht bei uns im Raum?" Erwiderte Nanaki, der
die Augen geschlossen hatte.
"Nun, ich äh, fühle mich in so einer Trauergesellschaft nicht
wohl," und bevor noch jemand etwas erwidern konnte hüpfte er schon
aus dem Raum raus. Als sich die Tür geschlossen hatte stieß er
einen erleichterte Seufzer aus und ließ sich direkt neben der Tür
nieder und lauschte der Stille. Eine Stile die sich nicht nur vor sondern
auch hinter der Tür hartnäckig in der Luft hielt. Vincent hatte
die Arme vor der Brust verschränkt, den Kopf gesenkt und die Augen geschlossen.
Und so sah es aus als würde er tief und fest schlafen. Doch alle wussten
das Vincent von Natur aus ein stiller Zeitgenosse war und nicht schlief sondern
lauschte und analysierte. Nanaki hatte sich ebenfalls auf einem kleinen Läufer
zusammengerollt und die Augen geschlossen, doch auch er war wach. Nur Tifa
war eindeutig wach und beobachtete Cloud. Sie hatte ihn in eine bequemere
Lage gelegt und zugedeckt. Denn er war auch so schon kalt genug. Und das alles
war nur passiert weil er versucht hatte sie zu retten. Tifa fühlte sich
sehr schuldig. Warum war sie nicht stark genug gewesen um sich selbst festzuhalten.
"Es war nicht deine Schuld, es war Cloud eigener Entschluss dich zu schützen.
Wahrscheinlich weil er weiß das du wesentlich schmächtiger und
zerbrechlicher bist als er!" Vincent sprach, aber er behielt seine "schlafende"
Haltung bei.
"Ich bin nicht schmächtig und zerbrechlich," knurrte Tifa.
Doch schon im nächsten Moment wusste sie das Vincent wohl recht hatte,
zumindest annähernd. Denn sie war bei weitem nicht so stark wie ihre
Gruppenkameraden.
"Er kommt wieder auf die Beine, er ist stark und hält einiges aus."
Tifa wusste das sie an manchen Stellen ihres Abenteuers getrennt gewesen waren,
und so hatte nicht jeder alles hautnah mitbekommen was geschehen war. Wussten
einige hier etwa etwas, was sie nicht wusste?
"Nein, nicht!" Alle im Raum zuckten zusammen und drehten ihren Kopf
ruckartig Richtung Cloud der grade gesprochen hatte. Tifa vernahm eine kurze
Bewegung an ihrer Seite. Doch als sie ihn ansah lag er wieder still und nichts
regte sich.
"Er träumt," sagte Nanaki der sich aufgesetzt hatte. Und nun
zu Tifa rübertappte.
"Aber, ich würde gerne wissen von was," sagte Tifa beunruhigt.
"Ich würde sagen von etwas das noch nicht lange zurückliegt,
etwas, das er erst vor kurzem erlebt hat." Nanaki blickte Cloud eindringlich
an, als könne er in ihn rein sehen und so herausfinden von was genau
er träumte. Plötzlich erschütterte die Highwind, und Tifa passte
krampfhaft auf das Cloud nicht aus dem Bett fiel. Vincent klammerte sich an
den Stuhl, der ebenfalls stark schwankte, und Nanaki legte sich so flach auf
den Boden wie er konnte.
"Was war das?" Tifa war aufgebracht, irgendwas war passiert, daran
bestand kein Zweifel. Doch bevor auch nur einer nachschauen gehen konnte,
ging die Tür auf und Cait Sith betrat weder den Raum.
"Cait, was ist los, weißt du was passiert ist?"
"Ja, wir kommen in die Nähe von Midgar. Heilig hat Meteor fast erreicht.
Und die beiden Gegenseitigen Kräfte die nun aufeinanderprallen sind so
stark das sie ungeheuerlich große Energiewellen aussenden die die ganze
Luft und Erde zum Erbeben bringen." Alle starrten sich an, und Tifa überlegte
ob sie Cloud für eine Weile alleine lassen konnte.
"Komm schon Tifa, ihm wird schon nichts passieren," Vincent trat
an Tifas Seite und Griff unter das Bett. Dort waren Sicherheitsgurte verstaut.
Er zog sie nach oben und schnallte sie fest um Cloud.
"Pass auf, tu ihm nicht weh."
"Keine Sorge, solange er noch atmen kann ist alles in bester Ordnung,
wir wollen ja nicht das er aus dem Bett fällt während unserer Abwesenheit."
Nachdem Vincent ihn festgeschnallt hatte blickte Tifa Cloud noch einmal entschuldigend
an dann wand sie sich um und verließ mit den anderen den Raum auf dem
Weg zum Cockpit. Als alle, bis auf Cloud, wieder versammelt waren, blickte
sich Barret verwirrt um.
"Wo habt ihr den Cloud gelassen?"
"Vincent hat ihn festgeschnallt und er kann sich jetzt in Ruhe ausruhen
ohne das wir befürchten müssen das er aus dem Bett fällt."
Barret nickt zustimmend.
"Das ist eine kluge Idee, ich glaube für ihn ist es das beste wenn
er alleine ist und schlafen kann." Alle traten an das Große Frontfenster.
Und Tatsächlich, alle konnten Midgar genau erkennen. Die riesige Stadt
wurde geradezu von Meteor auseinandergenommen. Seine gewaltige Kraft erzeugte
kleine Wirbelwinde die über die Stadt fegten und Bruchstücke der
Stadt nach oben sogen die dann am Meteor zerschellten und einschmolzen.
"Was für eine Kraft," staunte Vincent und starrte gebannt auf
die glühend Rote zerstörrerische Macht die nicht nur Midgar bedrohte.
Dann schwenkten ihre blicke nach rechts wo sie in der ferne den großen,
weiß glühenden Teppich sahen der Heilig darstellte und auf dem
Weg war Meteor zu Stoppen. Es dauerte nicht lang und Heilig war da.
"Jetzt geht es los," murmelte Nanaki. Alle schauten gebannt an die
Stelle wo Heilig und Meteor aufeinanderprallen würden. Und dieses Ereignis
ließ nicht lange auf sich warten. Mit einem Geräusch wie ein Sturm
der über die Erde fegt schob sich Heilig unter Meteor um ihn zu zerstören.
Weißer heiliger Glanz mischte sich mit roter tödlicher Macht. Für
kurze Zeit sah es so aus als hätte Heilig tatsächlich die Kraft
Meteor zu besiegen, als Sekunden vergingen und die beiden Mächte im Wettstreit
miteinander lagen.
"Heilig schafft es," rief Yuffie aufgeregt, die bei diesem Spektakel
all ihre Übelkeit vergessen hatte.
"Nein, Heilig ist zu schwach, spürt ihr das denn nicht, wie es langsam
nachlässt. Dieser innere Seelenschrei, diese Machtlosigkeit?" Alle
bestaunten Nanaki, und als sie tief in sich rein blickten, da konnten auch
sie besagten Schrei hören. Heilig war trotz seiner Kräfte am verlieren!
Cloud war alleine. Nichts als schwärze
umgab ihn, und immer wieder sah er die Bilder der Geschichte des Planeten.
Immer und immer wieder sah er die schreckliche Katastrophe Jehova die auf
den Planeten fiel, und die erschütterten Menschen die nichts dagegen
tun konnten. Doch am schlimmsten waren die Bilder der Cetra. Die auf dem Boden
knieten und beteten, ihre konzentrierten Gesichter, ihr verzweifelter Versuch
den Planeten zu beschützen und ihr Versagen. Cloud hätte weinen
können, doch er schlief. Aber, schlief er wirklich? Cloud wusste es gar
nicht. Er versuchte sich zu bewegen, aber er konnte es nicht. Irgendetwas
hinderte ihn daran. Nur was? Und, was war eigentlich passiert? Ah, die Erinnerungen
kamen wieder. Heilig hatte sie aus dem Krater geschleudert, und die Highwind
wäre dabei beinahe zerstört worden. Überall waren Schrei denn
die gesamte Truppe flog geradezu ohne Halt durch das Cockpit. Das einzige
was er sah war Tifa, die in einer sehr ungünstigen Position den Boden
entlang Rutschte. Und um sie vor Schäden oder gar dem Tod zu bewaren
war er, so gut es ging, abgesprungen und hatte sie sich gepackt. Dann waren
sie beide quer durch den Raum gefallen und, mh, was danach kam wusste er gar
nicht mehr. Danach war es irgendwann nur noch schwarz gewesen. Er hatte begonnen
wieder die Bilder zu sehen die ihn seit dem verlassen des Bewusstseins des
Planeten verfolgten. Nun versuchte er schon geraume Zeit lang wieder aufzuwachen.
Er spürte keine Schmerzen, alles schien normal. Nur er konnte sich nicht
bewegen und auch nicht aufwachen. Jemand hinderte ihn daran. Und schließlich
waren da andere Bilder. Bilder die ihm sehr bekannt vorkamen. Er sah Meteor
über Midgar und Heilig das auf dem Weg war sie zu retten. Einen starken
Einschlag, ein Kräftemessen, und tief im Herzen spürte er, das dass
Gute, Heilig, unterlag. Sah er da Dinge die jetzt grade passierten, waren
das Alpträume geboren aus seinen Ängsten, oder, war es vielleicht
gar die Zukunft? Cloud versuchte erneut sich aus dieser Hilflosigkeit zu befreien,
doch offensichtlich war er zu schwach.
"Cloud?" Cloud horchte auf. Das war eindeutig Aeris Stimme die er
da vernahm. Wo war sie? War das alles vielleicht doch ein Traum?
"Ich bin hier," antwortete er, obwohl er gar nicht wusste wo "hier"
war.
"Also lebst du noch, so ein Glück."
"Was meinst du damit? Sollte ich etwa Tod sein?"
"Das hätte durchaus passieren können. Dein Sturz war sehr schwer,
dein Aufprall Lebensgefährlich. Selbst Heilung 3 auf Master Ebene oder
eine Phönixfeder hätten dich nicht retten können."
"Aber, warum lebe ich dann noch?"
"Du kannst es dir sicher denken. Ich hab ein bissen geholfen weil ich
dich noch brauche, und weil Sephiroth dich noch braucht."
"Aeris, wo seid ihr. Ich dachte wir würden uns am Ausgang treffen,
aber ihr wart nicht da. Geht es euch gut?"
"Ja, uns geht es bestens. Sephiroth und ich sind noch im Planetenbewusstsein.
Sephiroth schläft. Er wird von alle dem nichts mitbekommen. Ich muss
noch ein wenig ausharren und warten wie es Heilig ergeht. Sollte etwas schief
gehen ist es auf meine Hilfe angewiesen." Cloud staunte nicht schlecht.
Aeris und Sephiroth hatten das Planeten Bewusstsein also noch gar nicht verlassen.
Aber wo waren dann ihre Körper. Cloud brauchte diese Frage gar nicht
laut aussprechen.
"Unsere Körper sind in Sicherheit. Wie du ja weißt ist mein
Körper bei mir. Durch den gesonderten Status den ich inne habe ist es
mir erlaubt meinen wahren Körper selbst im Planeten Bewusstsein bei mir
zu tragen. Sephiroths Körper, der ja nicht mehr vollständig exsistierte,
wird grade vom Planeten regeneriert. Auch er ist an einem sicheren Ort."
Cloud war mehr als erleichtert. Doch eine Frage blieb noch offen.
"Warum kann ich nicht aufwachen und mich nicht bewegen?"
"Ich brauche deine Hilfe Cloud und muss dir ein paar Anweisungen geben.
Doch ich kann nur in diesem Zustand mit dir reden, deswegen habe ich dich
im Ohnmachtzustand gehalten. Cloud, du musst zur Tat schreiten."
"In Ordnung, aber, was meinst du mit Anweisungen? Und welcher Art?"
"Gehe zu deinen Freunden, sag ihnen sie sollen beten, sie sollen intensiv
für Heilig beten, für nichts anderes. Sie sollen all ihre Gedanken
vergessen und nur an Heilig und seine macht denken. Ich benötige diese
reine Seelenkraft um Heilig zu unterstützen und Hilfe in Gang zu setzen.
Den Heilig ist am verlieren!"
"WAS, Heilig verliert?" Cloud war entsetzt.
"Ja, es ist doch nicht so stark wie ich angenommen hatte, das liegt wohl
daran das es lange daran gehindert wurde einzugreifen und so an Kraft verloren
hat. Die muss ich ihm nun wieder zuführen." Cloud verstand ihre
Worte sehr gut und war bereit zu helfen wo er nur konnte.
"Vincent hat dich ans Bett geschnallt, aus Sicherheitsgründen. Ich
werde die natürlichen Lederriemen so weit lockern das du dich alleine
aus ihnen befreien kannst. Aber sag ihnen nichts von meiner Hilfe. Sie müssen
nicht alles über meine Kräfte erfahren." Cloud nickte in die
Dunkelheit hinein. Dein spürte er einen eisigen Schauer der über
seinen Rücken floss und schon konnte er die Augen öffnen. Alle Bilder
und auch Aeris Stimme waren verschwunden. Aber er spürte ihre Nähe.
Leicht konnte er sich aus den Fesseln befreien und er fühlte sich stark
und bereit zu Helfen!
"Das ist unglaublich wie mächtig
diese beiden Kräfte sind. Doch noch mehr beeindruckt mich die macht von
Meteor. Welch eine Kraft muss nötig gewesen sein um ihn heraufzubeschwören?"
Keiner konnte Vincent darauf eine Antwort geben. Und so blickten sie voller
entsetzen die beiden Mächte an die dort kämpften. Und keiner konnte
es glauben das ausgerechnet Heilig am verlieren war.
"Wir haben so viel durchstanden. So lange und intensiv gekämpft.
Haben die ganze Welt bereist und einen ganzen Konzern vernichtet, sowie Jenova
beseitigt. Und all diese Anstrengungen sollen nun umsonst gewesen sein?"
Und auch darauf wusste keiner Antwort und so schwiegen sie alle wieder. Plötzlich
hörten sie von hinten laute schwere Schritte die auf sie zukamen. Alle
drehten die Köpfe und sahen Cloud der aufrecht und mit ernster Miene
auf sie zukam.
"Cloud, du bist wohlauf," sagte Tifa strahlend, rannte ihm entgegen
und warf sich ihm um den Hals.
"Ja, mir geht es bestens, doch, auch wenn ich nicht abweisend erscheinen
möchte, aber könntest du mich bitte wieder los lassen und zurück
zu den anderen gehen?" Tifa wirkte verwirrt, doch sie befolgte seinen
Wunsch.
"Nun, meine Freunde, ich habe nicht umsonst geschlafen. Ich habe soeben
Anweisungen von ganz oben erhalten, ich verlange nur eines von Euch. Führt
diese Befehle ohne Gegenfragen aus, macht euch keine Gedanken und zögert
nicht, unser Leben, nein, das des gesamten Planeten hängt davon ab."
Alle schienen zwar etwas verwirrt zu sein, aber sie hatten verstanden und
machten sich auf den Befehl bereit.
"Das einzige was von Euch verlangt wird ist, zu beten! Betet zum Planeten,
oder genauer, zu Heilig. Löscht all eure Gedanken, nur für diesen
Moment, legt alle eure Sorgen ab und denkt und betet nur für Heilig.
Das ist alles. Wenn ihr alles Korrekt befolgt können wir alles noch retten
und unsere Bemühungen waren nicht umsonst!"
Keiner sagte etwas, alle blickten Cloud still und gelassen an. Cloud hatte
erwartet das es, trotz seiner bitte es nicht zu tun, Fragen geben würde.
Doch statt dessen waren es Vincent und Nanaki die sich als erste wieder dem
Fenster zuwandten, Heilig noch einmal eindringlich anschauten, die Augen schlossen
und zu beten anfingen. Diesem Beispiel folgten wortlos dann auch Tifa und
Barret. Cid, der die Highwind zu steuern hatte, blieb zwar in seinem Sessel
sitzen, doch auch er faltete die Hände, ein Zeichen dafür das auch
er anfing zu beten. Cait Sith, ein Plüschtier mit Magie zum Leben erweckt,
setzte sich reglos auf den Boden und gab keinen Ton mehr von sich. Cloud wusste
das Reeve nun irgendwo saß und für die Katze und ihren riesen Mog
betete. Yuffie kniete sich auf den Boden, so wie sie das Beten in ihrer Heimatstadt
Wutai gelernt hatte. Nun, da sich alle dem Gebet zugewandt hatten, blickte
Cloud voll Hoffnung in die Höhe und dachte noch einmal an Aeris, dankte
ihr für ihre Hilfe und vertiefte sich dann so gut es ging in ein intensives
Gebet das er an Heilig richtete. Cloud verspürte eine tiefe, innere Ruhe
als er an Heilig dachte und an seine Stärke glaubte. Cloud versuchte
verbissen an nichts anderes zu denken an als Heilig, doch das war gar nicht
so leicht. Cloud hatte so viel erlebt und durchgestanden, er hatte so viel
gehört und so viele Bilder gesehen, und vor allen Dingen, er war Aeris
wieder begegnet. Und nun, nur wenige Stunden später, sollte er dies,
wenn auch nur kurz, einfach vergessen um sich nur auf eine einzige Sache zu
konzentrieren. Es war wichtig, aber, es war auch verdammt schwer.
"Was ist das," flüsterte da plötzlich wer und Cloud öffnete
langsam die Augen, wobei er versuchte das Gebet zu halten. Als er nach vorne
sah, aus der Richtung wo er glaubte die stimme vernommen zu haben, konnte
er einen grünlichen Schimmer erkennen der von draußen noch sehr
schwach in die Highwind hineinschien. Cloud, der in die Knie gegangen war,
stand nun auf und blickte nach draußen. Auch seine Freunde taten es
ihm gleich, und was sie dort erblickten, ließ ihnen den Atem stocken.
Aus der Erde züngelten dünne grüne Fäden, noch konnte
man kaum erahnen was das war, doch alle ahnten es. Aus den dünnen Fäden
wurden langsam dickere, und ihr leuchten wurde ebenfalls immer intensiver.
Keiner wagte es auszusprechen was er dachte, alle blickten nur bewundernd
auf das Schauspiel das sich ihnen bot. Immer mehr Fäden schossen in die
Höhe, und sie bewegten sich alle in ein und dieselbe Richtung, nämlich
auf Heilig zu. Kaum hatte ein Faden den anderen erreicht, sah es aus, als
würden sie ein Luftballett veranstalten indem sie sich über und
untereinander her bewegten und verschlungene Kreise und Linien in der Luft
zogen ohne dabei einen Knoten zu bilden. Bald war der gesamte Boden mit einem
grüne leuchtenden Teppich bedeckt.
"Lebensstrom," flüsterte nun endlich Cloud und sprach aus was
alle bisher angenommen hatten.
"Wir haben ihm mit unseren Gebeten die Kraft gegeben seinen üblichen
Weg zu verlassen um Heilig zu helfen!" Alle schauten nur noch auf das
grüne Gebilde aus Lebensstrom Fäden das sich unter ihnen befand
und schnell und zielsicher auf Heilig zu bewegte. Bald hatten sich die Fäden
aus allen Teilen des Planeten zusammengefunden und eine grüne Welle floss
unaufhaltsam auf Heilig zu.
"Ob Lebensstrom Heilig helfen kann," fragte Tifa, wohl leicht zweifelnd.
"Da bin ich mir sicher! Sonst hätten wir nicht beten brauchen. Glaubt
mir, der Planet weiß was er tut." Keiner wusste so recht wovon
Cloud sprach, aber es hatte auch keiner das erlebt was Cloud erlebt hatte.
Schweigend sahen sie weiter zu. Und dann kam endlich der Moment in dem Lebensstrom
Heilig und Meteor erreichte. Ein Grüner Blitz erhellte die Nacht, die
sich schon seit langem über das Land gesengt hatte. Cloud und seine Freunde
hielten sich schnell die Hand vor die Augen und schlossen diese. So konnte
nun keiner mehr erkennen was dort unten vor sich ging. Das grüne leuchten
schien selbst durch die Handflächen durch, doch so konnte man wenigstens
abschätzen wann es endlich vorbei war und man die Augen wieder öffnen
konnte. Langsam nahm der Lichtschein wieder ab, und als die Freunde der Meinung
waren es sei wieder erträglich, öffneten sie vorsichtig die Augen
und nahmen ihre Hände wieder runter. Der Anblick der sich ihnen nun bot,
war der schönste und gleichzeitig erschreckendste den sie je im Leben
gesehen hatten. Heilig hatte sich vollständig mit Lebensstrom verbunden.
Und der Grün-Weiße-Teppich war nun um Meteor gewandert und hatte
ihn komplett eingehüllt. Überall an Meteor bildeten sich Blasen
an denen Wirbelstürme und Gesteinsbrocken versuchten die Mauer zu durchbrechen.
Doch die vereinte Macht schien tatsächlich stärker zu sein und zwang
diese immer wieder zurück. Blau Blitze, offensichtlich von Meteor erzeugt,
züngelten von außen um den Teppich herum und versuchten ihn so
von außen her zu zerstören. Doch auch das schien nicht zu helfen.
Der Kampf der beiden entgegengesetzten Mächte wurde immer heftiger. Aus
den blauen Blitzen wurden langsam lodernde blaue Flammen die die beiden Kontrahenten
nun komplett einhüllten. Es war ein eigentlich wunderschöner Anblick.
Meteor war komplett von der weiß-grünen Masse eingehüllt,
und so wurde ihm sein rot-schwarzer Glanz genommen. Was blieb war ein Meteor
der in die Farben weiß-grün gehüllt war und nun um einiges
freundlicher aussah. Und dieser wunderschöne Anblick wurde noch umrahmt
von hellblauen Flamen. Eigentlich, sah Meteor nun aus wie eine riesige Weltraumblume.
"Wunderschön," sagte nun Tifa leise und hin mit schummrigen
Blick an dem Schauspiel.
"Ja, wenn man sie so sieht, glaubt man gar nicht das es eine böse,
zerstörrerische Macht ist die sich dort unter dem Lebensstrom-Heilig
Mantel befindet!" Nanaki sprach aus, was wohl alle dachten. Doch langsam
aber sicher, schien es zu einer Entscheidung zu kommen. Die Weiß-Grüne
Masse wurde zusehends weniger.
"Was passiert da draußen," fragten Yuffie und Cait Sith fasst
gleichzeitig.
"Ich hab keine Ahnung. Heilig und Lebensstrom sind doch wohl nicht am
verlieren," entgegnete Vincent kühl.
"Nein, ich glaube nicht. Auch wenn die Heilige Masse weniger wird, sie
ist am gewinnen." Alle blickten Cloud fragend an. Doch der deutete mit
seinem Kinn nur Richtung Meteor. Die Masse war nun fast gänzlich verschwunden.
Doch nun, wo sie so rar geworden war, konnte man auch erkennen warum. Sie
sickerte langsam aber sicher in den Meteor hinein.
"Was wird das?" Cid fuchtelte wild mit den Armen um so den anderen
zu zeigen das sie doch bitte ein Stück zu Seite rücken könnten.
Cid saß immer noch auf seinem Chefsessel, wie er ihn so schön nannte,
und dachte nicht mal bei solch einem Ereignis daran ihn zu verlassen.
"Nun, für mich sieht das so aus, als würde man ihn nun von
innen heraus zerstören!" Alle nickten zustimmend, auch wenn sich
keiner sicher war. Doch schien sich die Vermutung zu bewahrheiten. Nachdem
man wieder das schwarz-rote Antlitz von Meteor betrachten konnte der noch
immer in blaue Flammen gehüllt war, begann er mit einem male in einem
altbekannten Weiß-Grünen Licht zu leuchten. Das leuchten schien
aus allen ritzen zu dringen und wurde immer stärker und intensiver.
"Könnt ihr das auch hören," fragte Cloud verdutzt.
"Was," fragte Tifa
"Diesen Schrei. Diesen entsetzlich tiefen Schrei!"
"Nein, ich höre nichts."
"Dann hört mal genauer hin, ich bin sicher dann hört ihr es
auch." Alle schlossen die Augen und es wurde ruhig im Cockpit. Nur die
Motorengeräusche der Highwind drangen langsam schleichend an ihre Ohren.
Und lange Zeit schien das dass einzige Geräusch hier zu sein. Doch dann,
ganz leise und dann immer lauter werdend, hörten alle ein seltsames Geräusch
das zu ihnen vordrang. Erst hörte es sich nur an wie weit entferntes
rauschen, doch das blieb nicht so, mit der Zeit wurde das rauschen zu einem
verzerrten Grollen und schließlich war es ein nicht endend wollender
Schrei. Er war tief und mächtig. Und alle wussten. Es war der Schrei
des untergehenden bösen. Der Schrei von Meteor.
"Wie ist das möglich? Meteor, eine Lebensform?" Cait Sith war
sichtlich aufgebracht.
"Warum nicht. Haben wir nicht erklärt bekommen das in allem und
jedem Leben steckt. Warum also nicht auch in Meteor." Clouds Erklärung
klang logisch. Sie alle konnten sich noch, als wäre es gestern gewesen,
an den Tag erinnern, als Dr. Bugenhagen ihnen die Theorie vom Planeten und
allem Leben darauf erklärte. Und wo sie erfahren hatten was Lebensstrom
Wirklich ist. Der Schrei wurde immer lauter. Und auch wenn alle versuchten
ihn nicht mehr zu hören, er blieb in ihren Köpfen.
"Was hat er nur das er so schreien muss," fragte Yuffie genervt
und hielt sich die Ohren zu.
"Das wird dir nichts bringen Yuffie!" Sagte Cloud und lächelte
sie an.
"WAS?" Schrie sie zurück.
"Das Ohrenzuhalten. Das ist kein Schrei den du von außerhalb empfängst.
Das ist ein Seelischer Schrei den du nur direkt in dir in deiner Seele und
deinem Kopf hören kannst. Ohren zuhalten bewirkt allerhöchstens
nur das du ihn noch deutlicher hörst!" Yuffie sah ihn entsetzt an
und nahm sofort die Hände von ihren Ohren weg und fing laut zu singen
an.
"Ich hör dich nicht Schrei, la la la, nein, ich höre dich nicht!"
"YUFFIE, würdest du bitte aufhören mit diesem schrecklichen
Gekrächze," grummelte Vincent verärgert.
"Aber, aber, ich will doch nur....," stammelte sie vor sich hin
blieb dann aber stumm.
"Danke," entgegnete Vincent kaum hörbar.
"Er stirbt, deshalb schreit er so, wir gewinnen!" Auf den Gesichtern
aller spiegelte sich Freude wieder und sie betrachteten nun voller Zuversicht
Meteor, dessen blaue Flamme nun erloschen war, und ersetzt wurde von deinem
Kranz aus Weiß-Grünem Licht. Alle fragten sich, was nun geschehen
würde. Würde der Meteor nun explodieren? Oder sich einfach auflösen.
Die Antwort erhielten sie nur wenige Sekunden später. Erst sah man es
kaum, da das Licht doch sehr stark blendete und einem die Sicht nahm. Doch
nach und nach, konnten alle eine deutliche Veränderung erkennen. Der
Meteor schien wie eine ausgetrocknete Frucht in sich zusammenzuschrumpfen.
Er wurde immer kleiner und schrumpliger als wäre er aus Butter. Immer
weiter zog er sich in seinen Kern zurück, und die Weiß-Grüne
Masse die nun wieder sichtbar wurde, wuchs und wuchs je kleiner Meteor wurde.
Alle starrten erstaunt auf die Masse. Nun, wo sie fast frei in der Luft schwebte,
konnte man wieder einzelne Fäden erkennen die nach innen krochen und
sich wieder nach außen bäumten. Bald schon war von Meteor nichts
mehr übrig, und die Weiß-Grüne Masse vor ihnen war so riesig
das man weder ihren Anfang noch ihr Ende auch nur erahnen konnte.
"Was passiert nun? Hat Lebensstrom Meteor in sich aufgenommen?"
Fragte Barret leise.
"Wir werden sehen was nun passiert, aber, das wichtigste ist, wir haben
gewonnen. Unser Kampf und unsere Gebete waren nicht umsonst." Clouds
Worte waren wie die eines Gottes. Langsam sickerten sie in die Seelen der
Menschen an Bord der Highwind, und ganz langsam nur, wurde allen klar, das
es vorbei war! Keine Kämpfe mehr gegen überdimensionale Monster
oder machtbesessene Menschen. Nie wieder mussten sie durch enge Höhlengänge
kriechen, sich in Reaktoren zurechtfinden. Keine entlosen Berge und Meere
überqueren. Und sie brauchten auch nicht mehr in das innere des Planeten
vorzudringen. Es war einfach vorbei. Alle waren so glücklich, das sie
nichts anderes konnten, als schweigen und lächeln. Doch die Aura die
in der Luft lag, war Beweis genug, wie früh und überglücklich
alle waren. Plötzlich geriet die Masse vor ihnen in Bewegung. Das Weiße,
was Heilig darstellte, löste sich von der grünen Masse, die Lebensstrom
war. Bald waren die beiden Mächte wieder geteilt und nur wenigen Augenblicke
später schoss Heilig davon, in Richtung Nordkrater.
"Heilig kehrt zu seinem Ursprung zurück," sagte Nanaki und
folgte dem kleinen weißen Punkt am Horizont. Nun war nur noch Lebensstrom
übrig, der immer noch vor ihnen in der Luft über Midgar schwebte.
Doch schließlich setzte sich auch Lebensstrom in Bewegung, indem es
einen einzelnen Faden aus der Masse herab ließ. Dieser Faden schlängelte
sich senkrecht nach unten und bohrte sich irgendwo im Zentrum von Midgar in
den Boden. Ein zweiter Faden schlängelte sich gen Norden, wo er am nördlichen
Ende von Midgar in den Boden eindrang. Ein dritter befestigte den Osten, der
vierte den Süden, der fünfte den Westen. Am Ende hatten sich um
ganz Midgar rum Fäden in den Boden gebohrt, so das es nun aussah, als
wäre Midgar von ein grünen Kuppel aus Lebensströmfäden
geschützt. Die restliche Masse die noch in der Luft schwebte, folgte
dem mittelfaden ins innere der Kuppel. Als die größere Masse den
Punkt erreicht hatte wo der Mittelfaden in den Boden eindrang, begann sich
der Rest der Kuppel abzusenken, und wie ein Schleier über Midgar zu legen.
Alle an Bord konnten die Konturen Midgars erkennen. Zerstörte Häuser,
eingeknickte Sektorenplatten und ein fast komplett Zerstörtes Shinra
Gebäude in der Mitte. Über allem lag nun ein leicht durchsichtiger,
grüner Schleier. Und in diesem Glanz, wirkte Midgar sehr freundlich,
ja, fast liebevoll einlandend. Die Masse war schon längst im Boden verschwunden,
und war wieder Teil des ursprünglichen Lebensstromes geworden. Doch ein
kleiner Teil war zurückgeblieben und bedeckte immer noch das zerstörte
Midgar.
"Das sieht wunderschön aus, aber, was soll es bezwecken?" Das
fragten sich alle und warteten darauf was passierte. Solange sie nicht wussten,
was draußen los war, würde keiner die Highwind verlassen oder gar
landen.Eine Zeitlang warteten sie das etwas passierte, Minuten vergingen,
in denen alle schweigen und nur auf Midgar herabblickten.
"Meint ihr da tut sich noch was," nörgelte Yuffie ungeduldig
herum.
"Du musst dem Planten und Lebensstrom schon etwas mehr Zeit geben. Er
kann ja nicht einfach mit dem Finger schnippen und schon ist alles erledigt."
Nanaki funkelte Yuffie an, eindeutliches Zeichen dafür das sie jetzt
wohl besser wieder den Mund halten sollte. Cait Sith hatte sich in eine Ecke
am Fenster gesetzt und es sich bequem gemacht. Dabei ließ er immer wieder
mal einen Seitenblick zum Fenster hin gleiten um die Situation zu checken.
Yuffie saß ebenfalls immer noch in ihrer Ecke, nicht unweit vom Fenster
entfernt, und hatte die Augen geschlossen. Cid hatte seine Beine überkreuz
auf die Armaturen gelegt und das Kinn auf die Brust sinken lassen. Als Vincent
dies sah, schüttelte er nur den Kopf, lehnte sich wieder lässig
an die Wand, und schaute weiterhin nach draußen. Doch ob seine Blicke
wirklich auf Midgar gerichtet waren wusste keiner so recht. Tifa, die ebenfalls
müde und erschöpft wirkte, hatte sich leicht gegen Cloud gelehnt
und die Augen halb geschlossen.
"Ich bin so müde Cloud. Ich würde jetzt gerne in Nibelheim
sein, und mich in mein Bett legen."
"Wir alle sind müde," erwiderte Cloud, und strich ihr vorsichtig
durchs Haar woraufhin Tifa zu lächeln anfing und sich ein wenig enger
an Cloud kuschelte. Cloud hatte schon seit einiger Zeit geahnt, das Tifa etwas
mehr als nur Freundschaft für ihn empfand. Doch sie hatte es nie ausgesprochen,
und so war Cloud stets unsicher gewesen, wie genau er sich Tifa gegenüber
verhalten sollte. Cloud ließ seine Blicke in die Höhe schweifen
und dachte an Aeris. Sie war so ganz anders wie Tifa. Aeris hatte immer viele
Fragen gestellt und somit versucht ihn besser kennen zu lernen. Am Anfang
hatte ihn das gestört, Aeris war so Lebensfroh und munter gewesen, als
wäre alles in Ordnung mit der Welt. Cloud war sich sicher, das sie schon
damals gewusst hatte, damals, in Midgar, das der Planet in großen Schwierigkeiten
steckte. Doch sie hatte auf alle gewirkt, als sei alles in Ordnung. Aeris,
war einfach faszinierend. Und Cloud war froh, mehr als froh, das se wieder
unter ihnen weilte. Doch war da vielleicht mehr? Konnte es sein das er in
sie verliebt war? Cloud hatte das einst angenommen, er erinnerte sich wage
an eine Fahrt in der Bahn von Gold Saucer. Und ein Theaterstück an dem
sie spontan teilgenommen hatten. Aeris war so freundlich, und nur sie hatte
es geschafft, Dinge in Cloud zu erwecken, von denen er nicht mal gewusst hatte.
Oder vielleicht nichts wissen wollte.