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Augen

 

Wolkenschwer, grau und finster
schaue ich mit getrübtem Blick
hoch, weit, hinaus in die ferne.
Ich suche nach Zeichen
Zeichen für eine sichere Zukunft
Sonnenstrahlen in meinem Herzen
oder Sternenglanz in meinen Augen.
Doch nichts davon wird mir zuteil!
Doch halt, eine Bewegung, ein Schritt,
ein rascheln am Rande meiner Wahrnehmung.
Ich blicke hinab, zu Seite und zurück,
mein Blick wandert voraus
und begegnet dem Blitz des Sehens.
Vor mir im Regen, in der Kälte der Gegenwart,
steht, ohne jede Regung, eine Schattengestalt.
Und wir blicken uns an.
Meine Augen ruhen auf den seinen.
Was ich sehe lässt mich erzittern,
was ich fühle lässt mich schwanken,
was passiert lässt mich fallen.
Ich stürze!
Meine Hände graben sich in den Schlamm,
als ich aufblicke,
das nasse Haar in Strähnen im Gesicht,
kniet er vor mir,
sein Gesicht unbewegt und ohne Ausdruck,
aber, seine Augen leben!
Ich schaue sie an,
diese Augen, so voller Leben, berühren mich.
Ich tauche hinein, versinke in seinem Blick
Und finde Schatten, Leid und Gefühle.
Und überall sind Augen,
freundliche, lebendige Augen,
die mich ansehen und mir sagen wollen:
"Du hast Fehler, du leidest und fühlst dich alleine,
aber, du bist nicht unsichtbar!
Wir sehen dich!
Wir fühlen mit dir,
und sind für dich da!"
Ich liege im Schlamm.
Es ist kalt und nass,
meine Lider werden benetzt mit Regentropfen.
Er, kniet immer noch neben mir,
er sieht mich an und hat nun Körper und Gestalt.
Ich habe gelernt und begriffen.
Er hält meine Hand und mir wird warm.
Geborgen und beschützt habe ich mich selbst erkannt.
Die sichere Zukunft gefunden.
Das Leben geweckt.
Den Sonnenstrahl in meinem Herzen,
die Freunde meiner Seele,
und, auch den Sternenglanz in diesen Augen!


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